Getarnt ist das Ganze als „Satire“ …

Eine Darstellerin mit weißem Kopftuch, über das lässig eine Sonnenbrille drapiert ist, spielt in Manier einer Theater-AG eine Kopftuchträgerin, die auf ironische Art alles wiederkäut, was sie und andere Verschleierte angeblich ständig von Deutschen zu hören bekommen.

„Was alman Sabine versteht“

„Dieses blöde Kopftuch. Mann, wenn ich das doch nur ausziehen könnte. Aber ich werde leider gezwungen und unterdrückt, vor allem von meinem Vater“, heißt es, während die Darstellerin übertriebene Posen der Verzweiflung mimt. Währenddessen wird eingeblendet: „Was alman Sabine versteht“. Interessant wäre in diesem Zusammenhang nicht nur gewesen, was „alman Sabine“ angeblich versteht – sondern auch, wie „Iran Maryam“ über diese Art von Beitrag denkt- Eine Frau, die unter dem Einsatz ihres Lebens gegen den Verhüllungszwang der Scharia in Teheran kämpft.

Ohne Kopftuch sind Frauen nackt

Die Darstellerin fährt fort: „Dabei will ich einfach nur frei sein und halbnackt rumlaufen und mich ausziehen, so wie es sich gehört“. Für die gebührenfinanzierten Redakteure von ARD & ZDF sind Frauen ohne Kopftuch also „halbnackt“.

Die Sichtweise von Salafisten, die neben Hijab und Niqab auch die Vollverschleierung, die Burka, propagieren. Frauen, die sich nicht verhüllen, stellen in den Augen dieser Extremisten ihre Sündhaftigkeit zur Schau, die es vor den Augen der Männer zu verbergen gilt.

Mit aufgerissenen Augen setzt die Darstellerin zum höchst ironischen Finale an: „Denn nur Nacktheit kann Freiheit sein, sonst nichts anderes.“ Mit verkünstelter hoher Stimme und verzogenem Gesicht säuselt sie: „Mann, wenn mich doch nur jemand befreien könnte.“

Produziert wurde dieses Funk-Video von dem Format „Datteltäter“, dessen Gründer Younes Al-Amaya bereits mit Kontakten zur salafistischen Szene und der Muslimbruderschaft auffiel. Immer wieder tauchen Beiträge des Formats „Datteltäter“ auf, die Mädchen dazu ermutigen, Kopftuch zu tragen.

Funk finanziert sich aus dem deutschen Rundfunkbeitrag und erhält rund 45 Millionen Euro pro Jahr.