“Erst gestern habe ich Maria noch gesehen”, schildert ihre Nachbarin Sandra M. im Gespräch mit dem eXXpress sichtlich schockiert. “Sie hatte einen kleinen Sohn, der gerne mit meinem Hund gespielt hat. Sie war so eine liebe und nette Frau.” Auch andere Nachbarn kannten die beiden gut. “Sie waren oft zusammen im Hof, er hatte sich immer liebevoll um die Kinder gekümmert.” Niemand hätte erwartet, dass der Bierwirt zu so etwas fähig sei. Das Paar hatte sich kürzlich getrennt.

Nachbarin Sandra M. (20) schildert dem eXXpress ihre Erinnerung an die Bluttat

Am Donnerstagabend gegen 20 Uhr dann der Schock: Nachbarn hören Schreie, schauen besorgt aus dem Fenster in den Innenhof. Dalibor D. (22) erinnert sich gegenüber dem eXXpress: “Kinder im Alter von circa 10, 11 Jahren liefen barfuß und schreiend aus der Haustüre in den Innenhof, um sich in Sicherheit zu bringen. Kurz darauf kam der Täter aus dem Haus und hatte die Waffe noch in der Hand.” Er klopfte anschließend gegen eine Fensterscheibe im Erdgeschoss des Hauses. Dort habe er sich, so der Augenzeuge weiter, eine Flasche Wodka aus dem Fenster reichen lassen und diese auf Ex geleert. Im Haus soll unbestätigten Informationen zufolge auch eine nahe Angehörige des Bierwirts wohnen.

In der Stiege 17 in der Wohnanlage in der Stromstrasse spielte sich das Drama abeXXpress

Die Nachbarn schildern weiter: “Die Pistole hat er irgendwann emotionslos neben sich gelegt. Dann kam ein junger Mann mit türkischen Wurzeln und hat die Waffe aus seiner Reichweite gekickt und die Polizei angerufen.” Er war der Held an diesem Abend, versichern alle Nachbarn übereinstimmend. Der Bierwirt sei bis zum Eintreffen des Sondereinsatzkommandos nur regungslos auf einer Bank gesessen und sei bei seiner Festnahme kollabiert – offenbar stark alkoholisiert und unter Drogen. Er wurde ins Spital eingeliefert. Von der Festnahme gibt es Videoaufnahmen. 

Bedrückte Stimmung am Tatort

Die Nachbarn schildern schockiert von der Tat.eXXpress

Einen Tag nach der Tat sitzt der Schock im Winarskyhof noch immer tief. Beamte der Kriminalpolizei haben bis in die Mittagsstunden Spuren am Tatort gesichert, Nachbarn diskutieren fassungslos über das Geschehene. Das Paar, das sich kürzlich getrennt hat, war in der Siedlung gut bekannt. Sie war zweifache Mutter (2, 12) und Krankenschwester mit serbischen Wurzeln, “ein fröhliche und hübsche Frau”, heißt es unisono.

Die Wohnung des Opfers. Hier lebte sie mit ihren beiden KinderneXXpress

Ein buntes Fensterbild klebt an der Scheibe vom mittlerweile verlassenen Kinderzimmer, hinter den geschlossenen Jalousienen blitzt es im Sekundentakt, Ermittler fotografieren spuren. Eine Reinigungsfirma wurde beauftragt, um die Blutspuren im Stiegenhaus und im Hof zu entfernen, die Frau hatte sich noch schwer verletzt ein Stück weit geschleppt. Ein Postbote klingelt bei einem Nachbarn, im Arm hat er eine Lieferung. Auch er kannte das Opfer. Die Polizei beobachtet durch die gläserne Hautüre genau, was sich vor dem Haus abspielt, wo sich zahlreiche TV-Teams positioniert haben. Ihr Einsatz soll noch bis in die Nachmittagsstunden andauern.

Reinigungsprofis entfernten am Freitagvormittag die Spuren der TateXXpress