Nein zum Werbegeld: Perplexity vollzieht Kurswechsel
Während große Tech-Konzerne beginnen, ihre KI-Modelle mit gesponserten Links zu monetarisieren, geht Perplexity einen anderen Weg. Werbung verschwindet komplett von der Plattform. Der Grund: Selbst dezente Anzeigen könnten die Glaubwürdigkeit einer KI untergraben, die als objektive „Answer Engine“ auftreten will. Kurz gefasst: Perplexity will keine Kunden verlieren.
Noch 2024 gehörte Perplexity zu den ersten Anbietern generativer KI, die mit gesponserten Inhalten innerhalb von Chatbot-Antworten experimentierten. Unterhalb der Suchergebnisse erschienen bezahlte Hinweise – ein Modell, das an klassische Suchmaschinen erinnerte.
Sogar weitergehende Konzepte wurden diskutiert: Künftig hätten nicht nur Menschen, sondern KI-Agenten selbst zur Zielgruppe digitaler Werbung werden können. Doch diese Überlegungen sind inzwischen Geschichte. Ende vergangenen Jahres begann das in San Francisco ansässige Unternehmen, die Anzeigen schrittweise zu entfernen. Wie die Financial Times berichtet, ist die Entscheidung bewusst gefallen. Werbung soll kein Bestandteil der Plattform mehr sein.
Kontrast zur Konkurrenz
Der Strategiewechsel fällt auf – nicht zuletzt, weil andere Marktteilnehmer in die entgegengesetzte Richtung gehen. OpenAI etwa integriert inzwischen gesponserte Links in ChatGPT, um zusätzliche Einnahmen zu generieren. Perplexity geht nun bewusst einen anderen Weg. Statt auf Anzeigen setzt das Unternehmen vollständig auf kostenpflichtige Abonnements.
Schärfung des Abo-Modells
Der Fokus liegt auf Abonnements, insbesondere auf dem Pro-Plan, der zuletzt angepasst wurde. Ziel ist es, zahlungskräftige Nutzer, Power-User und Unternehmenskunden gezielt anzusprechen.
Analysten sehen darin eine strategische Konzentration auf Qualität statt Masse. Anstatt maximale Reichweite über werbefinanzierte Modelle zu erzielen, setzt Perplexity auf eine kleinere, aber zahlungsbereite Nutzerbasis.
Kommentare