300.000 Kriegsgefangene in nur einer Woche, ein gewaltiger Vorstoß von der österreichische-ungarischen Frontlinie am Isonzo bis zum Fluss Tagliamento, dann sogar bis zum Piave, die italienischen Armeen in Auflösung, die Regierung in Rom überlegt Flucht nach Neapel: Im Oktober 1917 überraschte die Armee des Kaisers mit massiver deutscher Unterstützung noch einmal die italienische Armeeführung.

Über die im nördlichen Frontabschnitt der Isonzo-Linie gelegene Gemeinde Karfreit/Carporetto stoßen die deutsch-österreichischen Divisionen mit einer neuen Taktik und mit der Unterstütung von Giftgas-Granaten tief vor, die italienischen Armee schlittert rasch ins Chaos, hunderttausende Soldaten sind plötzlich auf der Flucht.

Der bekannte Buchautor, Militär-Experte und Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums im Wiener Arsenal, Christian M. Ortner, analysiert in der aktuellen Folge von History TV auf exxpress.at diese entscheidenden Tage im Oktober 1917, den Aufmarsch, die Waffentechnik – und auch die Folgen des militärischen Siegs im Süden, der Österreich nicht nur Vorteile gebracht hat.

Im Angriff: Österreichisch-ungarischer Stoßtrupp an der Isonzo-Front.
Die Karte vom Verlauf der Schlacht im Oktober 1917 zeigt das gewaltige Ausmaß des österreichischen Vorstoßes.