Silvesteranleitung für Pärchen

Eine Anleitung dafür, wie man sich als Frau bzw. als Pärchen am besten zum Jahreswechsel verhält? Echt jetzt? Sind wir irgendwo im 16. Jahrhundert angelangt oder was soll das jetzt werden?

Nein, ganz im Gegenteil, wir befinden uns im 21. Jahrhundert. In einer Zeit, in der wir, speziell im Westen, so geprägt von der wissenschaftlichen Sicht der Dinge sind und oft vergessen haben, dass es abseits davon noch wesentlich mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die nicht mit Fakten und Zahlen darstellbar sind. Liebe ist zum Beispiel eines dieser Dinge.

Und so lese ich in den letzten Tagen in diversen Magazinen die absurdesten Rechtfertigungen, warum es vollkommen okay sein soll, als „modernes“ Paar den Jahreswechsel nicht gemeinsam zu verbringen. Denn Silvester ist doch schließlich ein Tag wie jeder andere, an dem sich der eine Teil der Menschheit lediglich sinnlos betrinkt und der andere, allerdings kleinere, ins totale Kontra abrutscht, indem er (oft gleich in einem Aufwaschen mit Weihnachten) diesem Tag mit Abscheu begegnet und auch noch stolz darauf ist. Da darf man als Paar doch schon mal unterschiedlicher Meinung sein. Richtig?

Falsch!

Silvester ist nämlich der Tag, auf den sich weltweit Milliarden Menschen gleichzeitig freuen, sich vorbereiten und guter Laune sind. Und wie immer, wenn viele Leute gemeinsam an einem Strang ziehen, gemeinsam positive Gedanken haben oder sich gemeinsam etwas wünschen, entsteht eine ganz außerordentliche Energie, die einem nicht nur vieles ermöglicht, zu dem man sonst nicht in der Lage wäre, sondern die auch hervorragend geeignet ist, um Gedanken und Wünsche zu manifestieren. Für Männer und notorische Zweifler: Beim Fußball nennt man diese Art von Energie „Heimvorteil“. Und der ist schließlich statistisch erwiesen.

Nun gut, kann man glauben oder nicht, aber wenn wir mal davon ausgehen, dass Sie mir glauben, wie verbringt man diesen Tag nun mit seinem Partner wirklich „korrekt“? Noch dazu, wo der Mann ja grundsätzlich ein größeres Bedürfnis hat, in Gesellschaft zu feiern, während der Frau eher nach romantischer Zweisamkeit und Kuscheln ist (mal immer unter der Voraussetzung, dass die Beziehung einigermaßen funktioniert). Das klingt auf den ersten Blick nach einer Situation, in der einer oder sogar beide einen Kompromiss eingehen müssen. Ich sage dazu: Ja, es ist es absolut wert, zu Silvester einen Kompromiss einzugehen, wenn Sie Ihre Beziehung stärken und als Paar einen gemeinsamen, erfolgreichen Weg gehen wollen.

Meine Devise lautet somit: Wenn Sie Ihren Partner lieben und mit ihm eine schöne Zukunft planen, dann unbedingt zusammen feiern! Doch wie Sie sich denken können, ist das allein noch nicht die Lösung, denn selbst dann kann man theoretisch noch sehr viel falsch machen.

Was man zu Silvester alles falsch machen kann

Zunächst einmal ist das Allerwichtigste, dass Sie den Jahreswechsel als Pärchen unter Leuten verbringen, die Ihnen keine Energie kosten und die Sie optimalerweise mögen oder Sie sogar inspirieren. Überlegen Sie, welche Leute im folgenden Jahr für Sie wichtig werden könnten oder sollten, und bevorzugen Sie diese bei der Auswahl. Gehört der Partner hier nicht dazu, können Sie gerne die Lektüre dieses Artikels beenden und alleine feiern.

Wollen Sie in einen Club mit vielen Leuten, dann schauen Sie bitte, dass Sie in einer Gruppe mit möglichst vielen Ihrer Freunde sind, mit denen Sie sich wohl fühlen. Sind Sie jedoch nur zu zweit, würde ich eher anraten, den Rutsch daheim oder zumindest in gemütlicher Atmosphäre zu verbringen. Gerne darf es auch ein öffentlicher Platz sein, auf dem sich viele gut gelaunte Menschen aufhalten.

Ein Übermaß an Menschen, die stark alkoholisiert sind, in unmittelbarer Umgebung, kann jedoch vieles der schöpferischen Energie dieses Tages wieder nivellieren. Denn die Emotionen, die Sie in einem so starken Energiefeld fühlen (und die oft nicht einmal Ihre eigenen sind), werden sich nämlich zehnmal leichter in ihrem Unterbewusstsein festsetzen als an normalen Tagen. Das bedeutet also, gehen Sie behutsam mit ihnen um, sowohl mit Ihren eigenen als auch mit denen anderer, gerade zu Silvester!

Sie sind gemeinsam und in Partylaune? Sehr schön. Dazu die folgenden Tipps:

Ein entscheidender Faktor in der Silvesternacht ist natürlich Alkohol, denn Alkohol ist ein sehr starkes Werkzeug und kann nicht nur negative, sondern auch positive Wirkung haben (es hat einen Grund, warum Alkohol fixer Bestandteil vieler Religionen ist).
Wenn Sie richtig mit diesem Werkzeug umgehen, dann kann Sie die entstandene Energie auf das nächste Level in Ihrem Leben und Ihrer Beziehung befördern.

Um „richtig trinken“ zu können, muss man zunächst einmal Folgendes wissen:

Alkohol ist (wie auch Wasser, weil großteils aus Wasser bestehend) ein sehr starker Träger von Informationen. So wie man Wasser energetisch bespielen kann, funktioniert das bei Alkohol auch. Für Interessierte empfiehlt sich die Beschäftigung mit den Forschungen des japanischen Arztes und Wissenschaftlers Masuru Emoto.

Beim Trinken von Alkohol entsteht somit die problematische Dynamik, dass Alkohol einerseits das menschliche Bewusstsein sehr stark für Emotionen öffnet, und andererseits dadurch gleichzeitig die in den Alkohol aufgespielte Information wesentlich leichter ins Unterbewusstsein gelangt.

Es gilt also: Trinke ich aus Frust, Sorge, Kummer oder Stress, habe ich zwar eine vorübergehende Erleichterung, verstärke aber unbewusst diese Emotionen und arbeite damit gegen eine schöne Zukunft. Meist fühlen Sie sich dann am nächsten Tag noch mieser, das kennen Sie ja sicher. Trinke ich hingegen, um etwas Positives zu feiern oder weil ich einfach gut drauf bin, dann verstärke ich diese Emotionen ebenfalls in meinem Unterbewusstsein, weil Alkohol im Endeffekt wie eine Art Verstärker wirkt. Damit soll aber keineswegs ein Loblied auf den Alkoholkonsum gesungen werden. Der Kater am nächsten Tag wird nach wie vor auftreten, jedoch spürbar leichter als bei negativen Emotionen während des Genusses. Machen Sie doch mal eine Selbststudie, und Sie werden überrascht sein, welch Unterschied hier besteht.

Aus diesem Grund entstand übrigens auch die Jahrhunderte alte Tradition, vor dem Trinken einen Toast auszusprechen oder etwa auf die Gesundheit anzustoßen. Ganz simpel, um den Alkohol vor dem Trinken zu informieren. Wussten Sie nicht, habe ich recht?

Weiters sollten Sie Alkohol nur mit Menschen trinken, die Ihnen sympathisch sind und mit denen Sie Freude haben. Wenn Sie gegen mindestens einen Menschen, mit dem Sie trinken, einen Einwand haben, dann wird dies wieder Ihre eigene Energie schwächen. Außerdem sollten Sie Alkohol auch nur dann trinken, wenn Sie in der Lage sind, ihn zu genießen. Kampftrinken zum Beispiel hat selten etwas mit Genuss zu tun, wie Sie sich sicher schon gedacht haben. Ebenfalls dankend ablehnen sollten Sie, wenn man versucht, Sie zum Konsum zu überreden, weil Alkohol wie gesagt ein sehr kraftvolles Werkzeug ist, welches man nicht missbrauchen, sondern bewusst einsetzen sollte.

Die leidige Sache mit den Neujahrsvorsätzen

Neujahrsvorsätze einfach so, ohne jegliches Konzept dahinter, machen übrigens, wie Sie vielleicht schon aus eigener Erfahrung wissen, verhältnismäßig wenig Sinn, weil man damit meist versucht, etwas zu beginnen, ohne vorher alte Sachen abgeschlossen zu haben. Dadurch können die neuen Vorhaben gar nicht richtig gelingen, weil schlicht und einfach kein Platz dafür ist. Viel wichtiger wäre es, JETZT (wann immer das auch ist) ganz bewusst alles zu erledigen, was heuer (heute, diese Woche, dieses Monat etc.) noch nicht abgeschlossen ist. Machen Sie am besten eine Liste, in die Sie alles eintragen, was fällig wäre: Den Keller entrümpeln, die Festplatte backupen, angefangene Projekte zum Abschluss bringen, herabziehende gemeinsame Freunde und Bekannte ausmustern, Fotos von Exfreunden löschen, alte Enttäuschungen zu ehemaligen oder aktuellen Beziehungen auflösen und in die Vergebung gehen und, ganz wichtig, um Entschuldigung bitten, wo es noch angebracht ist. Oder, noch einfacher, überlegen Sie sich, womit Sie sich im nächsten Jahr nicht mehr beschäftigen wollen.

Sobald Sie Ende Dezember auf diese Liste schauen und alle Punkte abgehakt sind, dürfen Sie natürlich Vorsätze haben, aber Sie werden plötzlich merken, dass Sie gar keine mehr brauchen. Vorsätze sind nämlich eigentlich nur eine geistige Flucht vor Altem, Unerledigtem. Man versucht damit, das Alte durch das Neue zu überschreiben. Indem Sie jedoch alles Alte aufarbeiten und sich somit wieder in den Fluss bringen, brauchen Sie auch nicht mehr flüchten und können alle neuen Aufgaben und Vorhaben mit Leichtigkeit annehmen und starten, wann immer sie auch kommen. Dann sind es nämlich keine Vorsätze mehr!

Ich rate übrigens auch dringend davon ab, Ihrem Partner jedes Jahr aufs Neue Hoffnungen zu machen, dass Sie zu rauchen aufhören, mehr Sport machen, abnehmen oder sich mehr Zeit für die Beziehung nehmen. Denn gerade das sind heikle Themen, die sich noch viel weniger durch einen Neujahrsvorsatz in den Griff kriegen lassen, ohne die dahinterliegenden Themen und Muster aufzulösen. In diesen Fällen empfehle ich Ihnen eher, einen Spezialisten aufzusuchen, anstatt Ihrem Partner Versprechungen zu machen, die Sie ohnehin nicht einhalten können und werden. Reden Sie stattdessen mit Ihrem Partner über Ihre Vorhaben, vielleicht kann er auch etwas dazu beitragen, indem er neue Ideen und Ansätze liefert. Denn schließlich sollte der Jahreswechsel dazu da sein, das Vertrauen in der Beziehung zu stärken, und nicht Streit vorzuprogrammieren.

Wenn Sie all dies nun aufmerksam gelesen haben, dann sollte beim Rutsch eigentlich nicht mehr viel schiefgehen und ich kann Ihnen guten Gewissens ein frohes, erfolgreiches, glückliches und erfüllendes neues Jahr wünschen.

MARGARITA GAVRIELOVA (36) IM PORTRÄT
Mein Name ist Margarita Gavrielova – und obwohl sich bei mir alles um das Thema Liebe, Beziehungen und Selbstbewusstsein dreht, bin ich kein klassischer Love Coach. Ich werde euch also nicht erklären, wie ihr zu einem Partner oder einem schnellen Abenteuer kommt, denn dazu gibt es unzählige Experten, Bücher, Kurse und Social Media-Seiten.
Ich richte mich vor allem an Frauen, die Männer nicht nur schnell von sich begeistern wollen, weil das ist heutzutage über Instagram und Tinder relativ leicht, sondern die von Männern dauerhaft Aufmerksamkeit und Wertschätzung bekommen wollen. Denn nur Aussehen, Intelligenz, Erfolg oder Fürsorge, ja sogar Sex, sind noch lange keine Garantie dafür.
Ich habe vor mehr als 10 Jahren begonnen, intensiv zu forschen, was denn nun die eigentlichen Kriterien zwischen Mann und Frau sind. Die, die wirklich zählen. Und um diese zu finden, muss man den ausgetrampelten Weg der westlichen Schulpsychologie verlassen und sich mit östlichen Energielehren wie dem Yin Yang, welches die genauen Zusammenhänge zwischen weiblicher und männlicher Energie erklärt, beschäftigen.
Erst seit diesem Studium begann mir klar zu werden, was ich selbst in meiner Vergangenheit schmerzlich falsch machte und warum manche Dinge entweder nicht funktionierten oder oftmals sogar ein gegensätzliches Ergebnis erzeugten. Und das will ich jetzt an meine Leser weitergeben. Also, egal wo ihr derzeit steht, ob Single oder in einer Beziehung, meine Kolumnen sollen euch Denkanstöße geben – und aus der einen oder anderen Liebeskrise wieder herauskatapultieren. Darauf freue ich mich schon sehr!