In der Pandemie habe die Mehrheit der Bevölkerung “kein Verständnis, dass die Allgemeinheit für die permanenten Gratistestungen für Impfunwillige bezahlen soll”, sagte MiklLeitner. Bisher haben sich einige ÖVP-geführte Bundesländer und die niederösterreichische Ärztekammer sowie der Präsident der Ärztekammer, Thomas Szekeres, für ein Ende der Gratis-Tests ausgesprochen.

Man müsse “alles tun, um einen Lockdown zu verhindern”, betonte MiklLeitner. Klar sei, dass “die Kosten für die Testungen als auch für die Impfungen wesentlich günstiger sind als ein erneuter Lockdown”. Beim Thema “1G”-Regelung sprach sich die Landeshauptfrau im ORF-NÖ-Interview für ein bundeseinheitliches Vorgehen aus, wenn eine derartige Vorgabe kommen sollte.

Mikl-Leitner für strengeres Arbeitslosengeld

In Sachen Arbeitslosengeld hält MiklLeitner es “für richtig, sowohl über die Zumutbarkeit als auch über die Zuverdienstgrenze zu diskutieren”. Es brauche eine Differenzierung, wer aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund bestimmter Defizite keine Stelle annehmen kann. “Wenn man aber mehrmals eine zumutbare Arbeit ablehnt, dann ist es auch gerechtfertigt, das Arbeitslosengeld langfristig zu reduzieren”, erklärte die Landeshauptfrau.

Kritik von FPÖ

Kritik an MiklLeitner kam von der FPÖ. Die Landeshauptfrau wolle Ungeimpfte endgültig vom sozialen Leben ausschließen und totalen Impfzwang durchpeitschen, stellte der niederösterreichische Landesobmann Udo Landbauer fest. Nun treibe auch MiklLeitner die “Corona-Diktatur” weiter nach vorne, sagte Generalsekretär Michael Schnedlitz.

Die Landeshauptfrau unterteile die Gesellschaft in Geimpfte und Ungeimpfte und treibe damit einen weiteren Keil in die Bevölkerung. Von der Freiwilligkeit, die sie im Dezember 2020 noch garantiert habe, wolle sie heute nichts mehr wissen. “Sie will mit aller Gewalt den totalen Impfzwang durchpeitschen und gesunde und freie Bürger in die Nadel zwingen”, so Landbauer. “Das Maß ist voll und die diktatorischen Fantasien, die unser Land und die Österreicher in Geiselhaft führen, sind umgehend zu beenden”, erklärte Schnedlitz.

Kritik übte Landbauer zudem an den Aussagen der Landeshauptfrau gegenüber Arbeitslosen. “MiklLeitner will also jene Menschen, die sie selbst und ihre schwarz-türkise Partie mit ungerechtfertigten Lockdowns in die Arbeitslosigkeit getrieben haben, bestrafen und anscheinend deren Existenz endgültig ruinieren”, so der FPÖ-Landesparteichef. (APA/red.)