Ukraine-Krieg: Russische Oligarchen-Töchter schießen scharf gegen Putin
Die Kritik an Putin wird mit jedem Tag, den der Ukraine-Krieg andauert, immer lauter – und sie kommt auch vermehrt aus den eigenen Reihen: Unzählige Russen gehen gegen den Kremlchef auf die Barrikaden, selbst Oligarchen sind nicht mit dem Angriff auf die Ukraine einverstanden. Jetzt werden sogar die Sprösslinge der russischen Superreichen politisch aktiv: Immer mehr prominente Milliardärstöchter nutzen ihre Reichweite, um sich offen gegen Putin zu positionieren.
Sie sind jung, schön, und wurden mit dem spichwörtlichen Silberlöffelchen im Mund geboren: Die Töchter (und Söhne) der reichsten der reichen Russen. Als Ein und alles ihrer vermögenden Väter sind ein Jetset-Leben zwischen Moskau, New York und St. Tropez ihr Zuhause, ihr Leben ein einziger Spaziergang über einen Laufsteg voller Designer-Mode, rauschende Champagner-Parties inklusive. Bis jetzt – denn der Ukraine-Krieg und die täglich härteren und zahlreicheren Sanktionen treffen Russland hart und Russlands Milliardäre und ihre Vermögen sind zur Geisel des Westens erklärt worden, ihre Vermögen finanzieller und materieller Art zur Zielscheibe von Einfrier-Aktionen.
Das und der Krieg, der alles andere als im Sinne von ganz Russland ist, ruft besagte Milliardärstöchter nun auf den Plan – und die prominentesten unter ihnen gehen nun auch öffentlich gegen Putin auf die Barrikaden, egal wie eng ihre Väter mit dem Kremlchef verbandelt sein mögen – oder, in einem Fall sogar hauptberuflich für ihn sprechen.
Letzteres ist nämlich bei Elizaveta Peskowa (24) der Fall: Die Tochter von Kreml-Sprecher Dmitri Peskow (54), die mit über 238.000 Followern mit Fug und Recht als Instagram-Influencerin bezeichnet werden kann und auf der Social Media Plattform bislang vor allem mit Fashion-Statements glänzte, wurde in ihrer Instagram-Story nun politisch – und positionierte sich mit den Worten “Nein zum Krieg” offen gegen die Linie ihres reichen Papas, der als Putins Sprachrohr in die Welt eine ganz andere Linie fährt.
Die weltoffenen und smarte Blondine – Peskows Tochter spricht fließend Englisch und Französisch und studierte an der privaten Wirtschaftshochschule “Paris School of Business” Marketing, ist nicht auf den Mund gefallen, und Kritik an dem System Putins nicht fremd. Sie selbst bezeichnete ihren Vater schon sie vor einigen Jahren ironisch als “Chef-Milliardär und Dieb des Landes”. Doch nun scheint sie mit ihrer Kritik zu weit für den Geschmack ihres Papas gegangen zu sein…
…und Elizavetas Akt der Rebellion nicht ohne Folgen geblieben sein, denn laut “Daily Mail” war ihr Statement schon nach knapp nach einer Stunde wieder von Instagram verschwunden – und seit Freitagmittag ist ihr Account auch nicht mehr öffentlich einsehbar.
Dabei ist Dmiti Peskows Tochter nicht allein mit ihrer Kreml-ktitischen Haltung. Auch Maria Jumaschewa (19) geht so gar nicht mit Putins Politik konform – und positioniert sich offen solidarisch mit der Ukraine. Und auch sie nutzt Instagram um ihre Meinung zum Krieg Putins in die Welt zu tragen – in ihren Stories postete sie unter anderem die ukrainische Flagge. Dabei sollte auch ganz anders erzogen worden sein: Denn Maria ist die Tochter von Putin-Berater Walentin Jumaschew (64) – und Enkelin des russischen Ex-Präsidenten Boris Jelzin († 76)!
Die Jelzin-Enkelin und Tochter von Putin-Berater Walentin Jumaschew wuchs in London auf, nahm hier auch an einer Friedenskundgebung teil. Maria soll neben der russischen auch die österreichische Staatsbürgerschaft haben, ist mit dem Profi-Fußballer Fjodor Smolow (32, Dynamo Moskau) verlobt. Auch ER macht sich gegen den Ukraine-Krieg stark.
Den Anfang in Sachen Putin-Kritik machte allerdings kein Politikersprössling, sondern ausgerechnet die Tochter des Mannes, der als bester Freund Putins gehandelt wird: Sofia Abramowitsch (27), Tochter des berühmten Oligarchen Roman Abramowitsch (55).
Während ihr Vater sich für Fußball interessiert (er verkauft gerade seinen Klub FC Chelsea) ist Sofia eine Pferdenärrin: Die passionierte Reiterin, die in London Management und Marketing studiert hat, verfügt nämlich auch über eine beachtliche Reichweite (mehr als 63.000 Follower auf Instagram): Wo sie bislang ihren Luxus-Alltag zur Schau stellte, sendete sie kürzlich eine klare Botschaft gegen den Ukraine-Krieg in die Welt.
Im Gegensatz zu den Vätern ihrer Kolleginnen dürfte Sofia dabei aber die moralische Unterstützung ihres Vaters haben: Auch Roman Abramowitsch äußerte sich – wenn auch nicht kritisch gegenüber Putin – zum Krieg und plädierte für ein rasches Ende der Kampfhandlungen.
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