Brisante Forderung vor ESC in Wien: Palästina soll Teil der Show werden
Drei der sieben Aufsichtsratsmitglieder von Italiens öffentlich-rechtlicher TV-Anstalt RAI rufen die Organisatoren des 70. Eurovision Song Contests (ESC) in Wien auf, das Thema Palästina in die Veranstaltung einzubeziehen. So regten sie in einem Schreiben an, einen Künstler aus der palästinensischen Kultur außerhalb des Wettbewerbs auftreten zu lassen – als Zeichen zivilgesellschaftlicher Sensibilität und zur Förderung des Dialogs.
Palästina müsse auf der Bühne in Wien einen Platz finden, um die Werte von Inklusion und Brüderlichkeit, für die Musik stehe, nicht zu verletzen, erklärten die Verwaltungsratsmitglieder Alessandro Di Majo, Davide Di Pietro und Roberto Natale in einer Pressemitteilung. Sie forderten eine Rückmeldung der Europäischen Rundfunkunion (EBU) oder des ORF, die den Wettbewerb ausrichten.
Verwaltungsräte wollten ESC-Boykott
Internationaler Druck könne Einfluss auf die Entscheidungen der europäischen Rundfunkanstalten nehmen, die sich Mitte März mit dem ORF treffen wollen, um die redaktionellen Inhalte der drei ESC-Abende in Wien festzulegen, hieß es. Die drei RAI-Verwaltungsräte hatten zuletzt die Entscheidung der RAI zur ESC-Teilnahme trotz ihrer Bitte um einen Boykott kritisiert.
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