In „wenigen Hundert Fällen“ seien Zahlungserinnerungen und Vorschreibungen zeitlich überschritten verschickt worden, teilte die OBS mit. Das Problem entstand durch eine technische Störung bei einem externen Dienstleister und führte dazu, dass Unternehmen Säumniszuschläge zahlen sollten, obwohl die Hauptbeträge bereits fristgerecht überwiesen wurden, berichten die Salzburger Nachrichten.

Die betroffenen Unternehmen erhalten nun Entschuldigungsschreiben, und bereits bezahlte Zuschläge sollen rückerstattet werden. „Den Firmen entstehen dadurch selbstverständlich keine Kosten“, erklärte die OBS.

Kritik an OBS

Die Vorfälle werfen jedoch ein Schlaglicht auf die generelle Problematik rund um den ORF-Beitrag: Seit Einführung wird der Beitrag von vielen Unternehmen als bürokratisch und unübersichtlich kritisiert. Kunden bemängeln nicht nur automatisierte Mahnungen, sondern auch mangelhaften Kundenservice und in Einzelfällen doppelte Abrechnungen. Bereits im Juli 2025 musste der damalige OBS-Geschäftsführer Alexander Hirschbeck seinen Posten räumen; seitdem leitet Bettina Parschalk die OBS.

Kritiker warnen, dass solche automatisierten Fehler das Vertrauen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk weiter schwächen könnten. Auch rechtlich bleibt die Lage heikel: Selbst fristgerechte Zahlungen können durch Systemfehler plötzlich zu Mahnungen und zusätzlichen Forderungen führen.

Die OBS betont, dass das Problem mittlerweile behoben sei. Dennoch zeigen die Vorkommnisse, dass die Verwaltung des ORF-Beitrags weiterhin eine Herausforderung für Unternehmen bleibt und für unnötige Verunsicherung sorgt.