„Wir gehen zurück zum Mond – und ich werde verdammt sein, wenn die Chinesen uns zuvor dort schlagen“, erklärte NASA-Chef Sean Duffy kämpferisch.

Die Besten der Besten

NASA-Administrator Sean Duffy sprach von „Amerikas Besten und Klügsten“, als er die neue Astronautenklasse präsentierte. Erstmals sind mehr Frauen als Männer dabei – und sie alle gelten als die Besten der Besten. Unter den zehn Neuzugängen ist auch Anna Menon, die bereits mit einer SpaceX-Mission im All war – die erste Person überhaupt, die nach einem privaten Flug in die NASA-Astronautentruppe aufgenommen wird. Sie wird künftig sogar Seite an Seite mit ihrem Ehemann Anil Menon arbeiten, der bereits 2021 ins Corps berufen wurde.

Zwei Jahre harte Ausbildung

Bevor es ins All geht, wartet ein intensives Training: Geologie-Kurse, Wasser-Überlebenstraining, medizinische Ausbildung und Flüge mit Hochleistungsjets stehen auf dem Programm. Danach schließen sich die zehn den 48 bestehenden Mitgliedern des NASA-Astronautencorps an. Welche Missionen ihnen winken, ist noch offen – doch die Chance, eines Tages bei den Artemis-Mondflügen oder gar beim ersten bemannten Mars-Abenteuer dabei zu sein, ist real.

Mond, Mars und ein Wettlauf mit China

Während die ISS bis Anfang der 2030er-Jahre ausläuft und durch private Raumstationen ersetzt werden soll, richtet die NASA ihren Blick längst weiter: „Jede Lektion auf der Raumstation ebnete den Weg zum Mond – diesmal um zu bleiben – und weiter zum Mars“, erklärte Norman Knight, Direktor für NASA-Flugoperationen. Der Wettlauf ins All ist auch geopolitisch aufgeladen: Die USA wollen beim nächsten großen Sprung der Menschheit keinesfalls den Chinesen das Feld überlassen.