Neue Details zur blutigen Beziehungstat in Wien-Donaustadt
Jene Frau, die letzte Woche von ihrem Ex-Partner lebensgefährlich mit einem Messer attackiert wurde, bestätigte nun mit ihrer Aussage die Theorie der Ermittler. Der Mann hatte versucht, zuerst sie und dann sich selbst umzubringen.
Laut Polizeisprecher Christopher Verhnjak bestätigte die Schwerverletzte (44) die Vermutungen der Polizei, wonach der Ex-Freund sie umzubringen versucht und schließlich Suizid verübt hatte. Er erlag seinen mutmaßlich selbst zugefügten Verletzungen im Krankenhaus.
Frau packte gerade Weihnachtsgeschenke ein
Die Tat ereignete sich in einer Wohnhausanlage unweit der Langobardenstraße in Wien Donaustadt. Die Mutter eines Sohnes im Volkschulalters, der zum Tatzeitpunkt nicht in der Wohnung war, soll laut eigener Aussage gerade Geschenke für Weihnachten eingepackt haben, als ihr Ex-Partner sie plötzlich mit dem Messer angriff. Der 46-jährige Österreicher stach unzählige Male auf ihren Rumpf und ihr Bein ein, sie konnte sich jedoch trotzdem bis in den Hausgang des Wohnhauses retten, wo eine Nachbarin sie wenige Minuten später fand und die Polizei rief. Sieben Wega-Einsatzwägen waren innerhalb weniger Minuten vor Ort – der Mann lag jedoch bereits schwer verletzt in der Wohnung. Wenig später verstarb er im Krankenhaus.
Polizei geht Spuren nach
Laut Polizei sollen nun noch sichergestellte Spuren ausgewertet werden, um diese Version zu verifizieren oder zu widerlegen. Das Landeskriminalamt wird jedenfalls wegen des Verdachts des versuchten Mordes gegen den 46-jährigen Täter an die Staatsanwaltschaft berichten. Dieser bleibt es dann vorbehalten, das Verfahren wegen Todes des Verdächtigen einzustellen.
(APA/red.)
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