Trump spricht von „Schande“ – Andrew schweigt, britisches Königshaus in der Krise
Ein Morgen voller Anspannung in Großbritannien: Nach der zwischenzeitlichen Festnahme von Ex-Prinz Andrew wartete die Öffentlichkeit auf neue Informationen der Polizei. Vor dem Anwesen in Sandringham harrten Dutzende Journalisten aus – doch vom jüngeren Bruder von König Charles III. fehlte jede Spur. Zeitgleich liefen weitere Durchsuchungen in Windsor.
Die Thames Valley Police hatte am Donnerstagabend mitgeteilt, dass die Durchsuchungen in der Grafschaft Norfolk, wo das Sandringham-Anwesen liegt, beendet seien, in Berkshire aber andauerten. In der Grafschaft westlich von London hatte Andrew auf dem Gelände von Schloss Windsor seinen früheren Wohnsitz.
Trump: Eine "Schande"
Der frühere Prinz war Donnerstag früh, an seinem 66. Geburtstag, im Zusammenhang mit seiner Verbindung zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein festgenommen und am Abend wieder entlassen worden. Ihm wird Fehlverhalten in einem öffentlichen Amt vorgeworfen, er soll in seiner früheren Rolle als Handelsbeauftragter vertrauliche Dokumente an den 2019 gestorbenen US-Unternehmer weitergeleitet haben.
Die Festnahme sorgte in Großbritannien für Aufruhr. Die Monarchie sei in die größte Not gestürzt worden, schrieb die Zeitung “Daily Mail”. US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Vorgänge als “Schande” und “sehr bedauerlich für die königliche Familie”. Andrew hat sich bisher weder zur Festnahme noch zu den Vorwürfen geäußert.
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