Die Polizei bestätigt, dass sie im Vertrauen auf einen angeblichen „Trading Betreuer“ mehrfach hohe Summen in Kryptowährungen investierte – bis sie schließlich alles verlor.

Einstieg über eine Krypto-Plattform

Im November 2024 registrierte sich die Österreicherin erstmals auf einer Internetseite für digitale Währungen, wie die Polizei berichtet. Kurz darauf nahm ein unbekannter Mann telefonisch Kontakt zu ihr auf und stellte sich als persönlicher Betreuer für den Handel vor. Er überredete sie, sich zusätzlich auf einer weiteren Plattform anzumelden. Dort kaufte sie Bitcoin und Ethereum.

Täter verschafft sich Zugriff auf Laptop und Krypto-Konto

Zwischen November 2024 und Mai 2025 überwies die Frau in drei Tranchen insgesamt 72.500 Euro. Der angebliche Berater erhielt sogar Fernzugriff auf ihren Computer und konnte so direkt auf ihr Krypto-Konto zugreifen. Als das Opfer misstrauisch wurde und die Rückzahlung forderte, kam es zu angeblichen „technischen Problemen“. Statt einer Auszahlung wurden immer neue Forderungen gestellt. Schließlich wandte sich die Frau an die Polizei und erstattete Anzeige.

Polizei warnt vor immer professioneller werdenden Betrugsmaschen

Die Ermittler in Tirol sehen in dem Fall kein Einzelereignis. Immer häufiger kommt es zu ähnlichen Delikten. Das Bundeskriminalamt verweist darauf, dass internationale Tätergruppen hochorganisiert arbeiten: „Die Banden hätten oft ganze Abteilungen für Marketing, Softwareentwicklung, Geldwäsche oder auch den Betrieb von Call-Centern.“

Auch das Landeskriminalamt warnt eindringlich davor, unkritisch auf vermeintliche Investmentchancen hereinzufallen. Es sei entscheidend, Anbieter-Seiten und Plattformen gründlich zu überprüfen. Hinweise und Tipps geben etwa die Finanzmarktaufsicht oder die Plattform „Watchlist Internet“.