Das harte Foul der Rechtsanwältin Kristina Venturini an HC Strache, um möglichst widerstandslos zu einer einvernehmlichen Scheidung für ihre Mandantin zu kommen, tut dem Ex-Vizekanzler sichtlich weh: Weite Teile des Scheidungs-Schriftsatzes müssen an gewisse Medien verteilt worden sein, darunter auch höchstpersönliche Vorwürfe wie mutmaßliche “Eheverfehlungen” des Ex-FPÖ-Chefs oder dessen “Interesse- und Lieblosigkeit”.

Nun nimmt der jetzige Unternehmer und Ex-Politiker, der nach den vielen Prozessen, die dem Ibiza-Video-Skandal folgten, fast mittellos ist, zu den Veröffentlichungen Stellung. Strache in einem Schreiben an den eXXpress: “Unser wundervoller gemeinsamer Sohn wird uns selbstverständlich weiterhin verbinden.” Und: “Meine Ehefrau hat mich jahrelang mit unglaublicher Stärke und Herzlichkeit auch in schwierigsten Situationen unterstützt.”

Künftig auch offiziell getrennt: Philippa und Heinz-Christian Strache

Strache sauer: "Kein Verständnis für Veröffentlichung"

Heinz-Christian Strache (53) wird dann aber deutlich: “Obwohl ich kein Verständnis dafür aufbringen kann, dass Details des Scheidungsverfahrens veröffentlicht wurden, bin ich weiterhin bestrebt, die Scheidung einvernehmlich abzuwickeln.” Er werde “keinen weiteren Kommentar” dazu abgeben.

Wie berichtet, hat Philippa Strache (34) die Scheidung beim Bezirksgericht Klosterneuburg nun offiziell einbringen lassen. Ihre Scheidungsanwältin schreibt dazu von “schweren Eheverfehlungen”: „Die Sehnsucht der Klägerin nach Geborgenheit, Vertrauen, Verständnis und Liebe wurde vom Beklagten in keiner Weise erwidert. Durch die dargelegten schweren Eheverfehlungen hat der Beklagte die Ehe aus seinem alleinigen Verschulden so unheilbar zerrüttet, dass die Wiederherstellung einer Lebensgemeinschaft nicht erwartet werden kann.“

Die Straches waren sechs Jahre lang verheiratet.