BBC-Skandal um Trump-Rede: ORF-Jugendsender FM4 verharmlost Manipulation
Die BBC strauchelt nach Enthüllungen über eine manipulativ geschnittene Trump-Rede, Spitzenmanager treten zurück. Doch beim ORF-Radiosender FM4 wird der Skandal verharmlost – Ökonom Franz Schellhorn teilt auf X heftig aus.
Auslöser der Krise ist eine BBC-Dokumentation mit dem Titel „Trump: A Second Chance?“, ausgestrahlt in der renommierten Sendung „Panorama“ kurz vor der US-Wahl 2024. Darin wurde eine Rede Donald Trumps vom 6. Jänner 2021 so montiert, dass seine Sätze „Wir werden zum Kapitol marschieren“ und „wir kämpfen wie der Teufel“ direkt hintereinander zu hören sind – tatsächlich lagen rund 50 Minuten zwischen diesen Passagen. Genau dieser Eingriff wird der BBC nun als manipulative Zuspitzung einer der heikelsten Momente der jüngeren US-Geschichte vorgeworfen.
Ein interner Bericht mit massiver Kritik an der Berichterstattung gelangte an den „Telegraph“, seither steht der Sender unter Dauerfeuer. Generaldirektor Tim Davie und Nachrichtenchefin Deborah Turness sind bereits zurückgetreten, von „systemischer Voreingenommenheit“ ist die Rede.
Beim ORF-Jugendsender FM4 klingt das jedoch ganz anders. Dort ist von einem „kleinen Fehler“ die Rede und von einem angeblichen Versuch, die BBC „nach rechts zu führen“. Genau das empört Agenda-Austria-Chef Franz Schellhorn.
Der Bericht von @fm4 über die Manipulationen der BBC im Zusammenhang mit der Trump-Rede ist irre. "Kleiner Fehler" und Versuch, die BBC nach rechts zu führen. Schwurbler sind ja immer die anderen, gell. Könnt Ihr nicht einfach nur Musik spielen und Eure politischen Vorlieben für…
— Franz Schellhorn (@FranzSchellhorn) November 11, 2025
Auf X schreibt er: „Der Bericht von @fm4 über die Manipulationen der BBC im Zusammenhang mit der Trump-Rede ist irre. ‘Kleiner Fehler’ und Versuch, die BBC nach rechts zu führen. Schwurbler sind ja immer die anderen, gell. Könnt Ihr nicht einfach nur Musik spielen und Eure politischen Vorlieben für Euch behalten?“
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