Eltern besorgt: Wiener Schulen wollen Kaliumjodid-Tabletten verteilen
Panikmache – oder sinnvolle Vorsorge? Tausende Eltern sollen aktuell dazu zustimmen, dass Schulkinder mit Kaliumjodid versorgt werden können. Zitat im Mail: “Aufgrund der brisanten Lage in der Ukraine.”
“Was ist da los? Müssen wir uns ernsthaft Sorgen machen? Warum bekommen wir so ein Schreiben von der Schule?”, stellen Wiener Eltern durchaus berechtigte Fragen – immerhin fehlt zu dieser Aktion jede offizielle Stellungnahme des Bildungsministers.
Die Schulen wollen aktuell die Zusage der Mütter und Väter einholen, “im Falle eines Reaktorunfalls die erste Kaliumjodidtablette” in den Klassen verabreichen zu können. Was zusätzlich für Besorgnis bei den Eltern sorgt: Als Einleitung auf dem Mail steht “aufgrund der aktuellen brisanten Lage in der Ukraine”. Damit wird von den Schulbehörden angedeutet, dass ein Reaktorunfall im Chaos des Krieges in der Ukraine bereits passiert ist – oder demnächst passieren kann.
Keine aktuellen AKW-Unfälle im Krisengebiet gemeldet
Nach einem Faktencheck ist allerdings klar: Es gibt aktuell keinen Unfall mit oder bei einem Atomkraftwerk.
Zwar wurden Kämpfe beim ehemaligen AKW Tschernobyl gemeldet, für wenige Stunden waren auch News über eine “erhöhte Strahlung” in Online-Medien zu lesen, aber schon seit Tagen wird kommuniziert, dass es keine Gefährdung Westeuropas zu erwarten sei.
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