
Küniglberg tobt: ORF muss mehr sparen als geplant!
ORF-Granden sind außer sich: Die Regierung zieht die Sparschraube an – und zwar ein wenig stärker als bisher angenommen. Bis 2029 fehlen dem Staatsfunkt jetzt 100 Millionen Euro. Am Küniglberg herrscht Aufregung, denn noch mehr sparen will man offenbar nicht.

Die Überraschung kam in letzter Minute: Die ÖVP zog im Ministerrat eine Sparschraube an, mit der beim ORF bis 2029 satte 100 Millionen Euro fehlen werden – zum bisherigen Sparkurs von etwas mehr als 220 Millionen kommen nun neue Kürzungen obendrauf. Macht unterm Strich in etwa 325 Millionen Euro aus, die der ORF nun einsparen muss.
Obergrenze für Haushaltsabgabe und Gesamt-Einnahmen
Der ORF hatte gehofft, dass die Obergrenze für Einnahmen aus der Haushaltsabgabe ab 2027 auf 750 Millionen Euro steigen würde. Stattdessen wird die bestehende 710-Millionen-Grenze bis 2029 eingefroren.
Auch der monatliche Haushaltsbeitrags von 15,30 Euro darf bis 2029 nicht erhöht werden: kein Cent Erhöhung, keine Inflationsanpassung. Der ORF wird den Rotstift ansetzen müssen.
Küniglberg tobt: „Das ist brutal!“
Die Reaktion am Küniglberg? Panik pur. Intern liefen Mittwoch die Drähte heiß. Stiftungsräte wetterten telefonisch gegen das „Spardiktat“, wie Insider berichten. „Das ist viel zu brutal!“, lautete der Tenor – man sei schon jetzt am Limit, berichtet heute.
Politik: „Alle müssen sparen!“
ÖVP-Staatssekretär Alexander Pröll zeigt indes kein Mitleid: „Alle müssen sparen – auch der ORF!“ Der Kurs sei klar: „ein schlanker, effizienter und sparsamer ORF.“ Sonderprivilegien sollen gestrichen und das System ORF neu aufgestellt werden.
ORF-General Weißmann alarmiert
ORF-Chef Roland Weißmann hatte zuletzt schon gewarnt: 220 Millionen Einsparung wegen der eingefrorenen Haushaltsabgabe seien schwer genug. Jetzt kommen weitere 100 Millionen drauf. Auch das traditionsreiche Radio-Symphonieorchester könnte bald auf der Kippe stehen.
Die Gesetzesnovelle, die all das besiegelt, soll Mitte April durchgewunken werden.
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