
Nach Tschernobyl: Auch Verbindung mit AKW Saporischschja abgebrochen
Nachdem aus Tschernobyl keine Strahlendaten mehr empfangen werden konnten, ist auch das größte Atomkraftwerk in Europa betroffen. Das AKW Saporischschja hat die automatische Datenübertragung gestoppt.
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA zeigt sich wegen des Abbruchs der automatischen Datenübertragung aus dem von russischen Truppen eingenommenen Atomkraftwerk Saporischschja besorgt. Am Vortag war bereits die Verbindung mit den Überwachungsgeräten im ehemaligen ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl abgebrochen. An beiden Standorten lagerten große Mengen an Kernmaterial in Form von abgebrannten oder frischen Kernbrennelementen, erklärte die IAEA.
Derzeit keine Gefahr aus Tschernobyl
Zuvor hatte es geheißen, die Strom-Notabschaltung im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl bedeutet keine Gefahr für Österreich. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bestätigte die Möglichkeit einer Freisetzung von radioaktivem Material nicht, berichtete die Strahlenschutzabteilung des Klimaschutzministeriums in Wien (eXXpress berichtete). Zuvor hatte die Ukraine eine Feuerpause von Russland gefordert, um die Stromleitung zum AKW reparieren zu können, weil ansonsten radioaktive Strahlung austreten könnte.
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