
VdB: Er weiß noch nicht, ob er mit der Konkurrenz diskutiert
Er will weiter Präsident bleiben. Van der Bellen (78) erklärte am Montag in einem Statement, warum er sich zur Wiederwahl stellt. Das Ibiza-Video, die Corona-Krise und der Krieg in der Ukraine seien die wichtigsten Gründe für seine Entscheidung. Ob er sich seinen Gegenkandidaten in TV-Duellen stellen wird, ließ er noch offen.
Dass es gleich so dick kommen würde, das war nicht vorauszusehen, erzählt Van der Bellen über seine erste Amtszeit. “Erinnern Sie sich an Ibiza?”, fragte er im Presseclub Concordia – und verspricht, dass er “alt genug” für sämtliche Krisen sei.
Besonders ruhig in Zeiten großer Krisen
Denn nicht nur nach der Veröffentlichung des Ibiza-Videos habe er seine “absolute Unabhängigkeit” bewiesen. Auch in der Corona-Krise und beim Krieg in der Ukraine habe seine Fähigkeit zur Schau gestellt, besonders in Zeiten großer Krisen, ruhig und besonnen zu sein.
Ja, Österreich braucht mich
Freilich habe er sich aber Gedanken gemacht, ob Österreich ihn noch einmal brauchen würde: “Natürlich habe ich überlegt, ob dieses Amt mich ein zweites Mal braucht und bin zu dem Entschluss gekommen: ‘Ja, es ist sinnvoll.’ Jetzt braucht Österreich Erfahrung, Ruhe und Unabhängigkeit und die habe ich”, so Van der Bellen.
Nur, wenn Amtsgeschäfte es zulassen
Seinen Umgang mit Gegenkandidaten ließ er noch offen. So würde es “auch von der Stimmung abhängen”, ob sich Van der Bellen in einem TV-Duell der Konkurrenz stellen werde. “Diskutieren tu ich ja gerne”, merkte er zwar an. Natürlich ginge das aber ohnehin nur, wenn es die Amtsgeschäfte zulassen würden.
Beim Wahlziel gab sich der betont lebenserfahrene Van der Bellen nicht übermäßig ambitioniert: “Mehrheit ist Mehrheit, das ist so in einer Demokratie.” TV-Konfrontationen mit anderen Anwärtern schloss der Präsident nicht per se aus: “Diskutieren tue ich ja gerne.” Er werde sich sicher nicht zieren, “irgendwo aufzutreten”, wenn sich das zeitlich mit seinen Amtsgeschäften ausgehe.
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