Es sind Vorfälle wie diese, die einfach nur sprachlos machen. Die zeigen, dass bei einem Teil unserer jungen Leute jegliche Hemmungen gefallen sind, dass sie offenbar keinerlei Respekt und Anstand mehr haben. In Dornbirn machten sich drei bis vier jugendliche Rowdys einen Spaß daraus, eine auf Hilfe angewiesene Patientin (65) des örtlichen Krankenhauses in Todesangst zu versetzen. Vermutlich fühlten sie sich dabei auch noch besonders stark und cool: “Mal schauen, ob die Hexe brennt”, sagte der Rädelsführer, nahm seine brennende Zigarette, drückte die Glut gegen den Schlauch des Sauerstoffgerätes ihres Opfers.

Eine lebensgefährliche Situation. Der Bursch wusste offenbar, dass er den Sauerstoff zur Explosion bringen könnte.

Burschen sprachen Vorarlberger Dialekt

Die Patientin war über eine Nasenbrille mit dem lebenswichtigen Sauerstoff verbunden. Es ist reiner Zufall, dass die Aktion mit der Zigarette nicht in einer Targödie endetete. Nur weil die sauerstoff-Zufuhr gering eingestellt war, kam es nicht zum Inferno. Die Glut verursachte lediglich ein Brandloch in dem Schlauch.

Vorausgegangen war eine harmlose Alltagssituation. Einer der Burschen hatte die Patientin angerempelt, die 65-Jährige wies ihn zurecht. Das reichte der Clique aus, um die Frau anzupöbeln und in Todesangst zu versetzen.

Die jungen Täter sind auf der Flucht. Sie sprachen einheimischen Dialekt. Die Stadtpolizei Dornbirn sucht jetzt Zeugen.