Heinz-Christian Strache, der frühere FPÖ-Chef, sorgt immer wieder für Überraschungen: Während der Ex-Blaue über die Ankündigung einer von ihm initiierten “Ukraine-Friedenskonferenz” wieder etwas Aufmerksamkeit als Politiker bekommen möchte, erfuhr der eXXpress von einem seltsamen Überwachungs-Krimi im Hause Strache. So wurde der Redaktion berichtet, dass am Wagen von Philippa Strache (34) ein Peilsender entdeckt worden ist.

Das ist auch deshalb brisant, weil die illegale Überwachung einer Parlamentarierin der Republik Österreich eine Straftat sein könnte, einem ertappten Täter droht eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr.

Stand auch in der schwierigen Zeit nach dem Ibiza-Skandal zu ihrem Ehemann: Philippa Strache (34)

"Zweitfrau" und uneheliches Kind als Scheidungs-Gründe

Jetzt dürfte im Fall Philippa Strache aber der Täterkreis relativ eng einzugrenzen sein: So ist – der eXXpress berichtete – die Scheidung des Noch-Ehepaars für den 30. November, also in wenigen Tagen, in Klosterneuburg angesetzt. Die Nationalratsabgeordnete will diese Trennung, weil HC Strache ihr gegenüber zugegeben hat, eine bisher geheim gehaltene uneheliche Tochter zu haben – und auch eine “Zweitfrau”, die Mutter dieses Kindes.

Dass nun plötzlich ein Peilsender auf Philippa Straches Auto auftaucht, wird kein Zufall sein: Vermutlich hätte der Noch-Ehemann bessere Chancen vor dem Scheidungsrichter, wenn auch seiner Noch-Ehefrau ein Verhältnis mit einem anderen Mann nachgewiesen werden könnte.

Die Scheidungs-Phase verläuft somit alles andere als ruhig und harmonisch, wie die der frühere Vizekanzler gerne in manchen Medien verbreitet haben wollte.

Mit der Veröffentlichung der Ibiza-Video-Schnipsel begann der Absturz von HC Strache.

Wer steckt hinter der Peilsender-Aktion?

Am heutigen Freitag ist Philippa Strache außerdem aus dem noch immer zusammen bewohnten Mietshaus in Klosterneuburg ausgezogen: Die Suche nach einer leistbaren und passenden Wohnung hätte länger als erwartet gedacht, jetzt konnte die Parlamentsabgeordnete umziehen.

Heinz-Christian Strache wird erklären müssen, dass er mit dieser Peilsender-Aktion nichts zu tun hat: Sollten nämlich Detektive bei dieser Aktion gefilmt und später identifiziert worden sein, und verraten diese dann ihren Auftraggeber, wäre das für den Finanzier der Aktion ziemlich unangenehm.

IT-Jurist Christian Bergauer sagte zu diesem Thema im ORF: “Strafrechtliche Verfolgungen wären denkbar. Insbesondere, wenn Täter den Geheimhaltungsanspruch der betroffenen Personen absichtlich verletzten. Zum Beispiel, indem sie Daten für sich selbst verwenden oder veröffentlichen. Es wäre kein Rechtfertigungsgrund, wenn ich sage, ich überwache meinen Ehegatten, um möglicherweise in einem Scheidungsverfahren Beweismittel zu haben.” In Österreich droht dafür bis zu ein Jahr Haft.

Philippa Strache zog heute, Freitag, aus dem gemeinsamen Haus in Klosterneuburg aus.