Der regionale Lockdown in Wien wurde zwar schon jetzt bis einschließlich 10. April beschlossen, im Rathaus denk man angesichts der prekären Situation in den Wiener Spitälern aber an weitere Regeln, Verbote und Maßnahmen. Zur Debatte steht auch eine Maskenpflicht im Freien, Details dazu würden aber erst ausgearbeitet. Mit dieser unangenehmen Verordnung könnte versucht werden, Treffen im Freien einzuschränken, denn an den vergangenen Wochenenden kam es am Donaukanal zu größeren Menschenansammlungen.

Kein Aprilscherz: Ab 1. April gelten wieder 24-Stunden Ausgangssperren

Das Verlassen und der Aufenthalt außerhalb des eigenen privaten Wohnbereichs ist ab 1. April nur aus den bekannten Ausnahmegründen erlaubt.

Dazu zählt beispielsweise die Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse, um Kontakt mit dem nicht im gemeinsamen Haushalt lebenden Lebenspartner oder mit einzelnen engsten Angehörigen zu pflegen oder auch zur Testung auf Covid-19. Auch das Ausüben des Berufes ist weiterhin erlaubt.
Das Spazierengehen, beziehungsweise der Aufenthalt im Freien alleine, mit Personen aus dem gemeinsamen Haushalt oder einzelnen Angehörigen oder engen Bezugspersonen zur körperlichen und psychischen Erholung bleiben erlaubt.

Bei Zusammenkünften gilt die 1+1-Regel sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien: 1 Haushalt darf sich mit maximal 1 Einzelperson (Angehörige/r bzw. enge Bezugsperson) treffen.

Doskozil will mit Verschärfungen abwarten

Der burgenländische Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil (SPÖ) bekräftigte bei einer Pressekonferenz am Dienstag seine Linie, das Oster-Wochenende abzuwarten. Er wünsche sich danach allerdings ein gemeinsames Vorgehen aller Länder. Es mache keinen Sinn im Burgenland zuzusperren, wenn die Südburgenländer nach Graz und Hartberg fahren könne, um dort einzukaufen, so Doskozil.

Lage in Tirol entspannter, Deutschland beendet Grenzkontrollen

Im Westen Österreichs hat sich die Lage eher entspannt: Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) sieht derzeit keinen Grund für einen Lockdown in seinem Bundesland. Die Lage in Tirol sei “derzeit stabil”, sagte Platter am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck und verwies auf die Situation auf den Intensivstationen mit 26 Infizierten – um zwei weniger als am Montag. Die momentanen Maßnahmen erachtete er als ausreichend. Diese seien “derzeit ein guter und richtiger Weg”.

Deutschland beendete mit Sonntag die Grenzkontrollen zu Tirol. Der deutsche Innenminister Horst Seehofer meint in einer Pressekonferenz, Tirol sei für Deutschland kein Virusvariantengebiet mehr. Die Einreisesperre für bestimmte Personengruppen fällt nach Angaben der Bundespolizei in Bayern weg, auch das Beförderungsverbot für Bus- und Bahnunternehmen. Ob das sofort gilt oder erst nach Auslaufen der bisherigen Regelung in eineinhalb Wochen, war zunächst unklar. Wegen der Ausbreitung der südafrikanischen Virusmutation hatte Deutschland am 14. Februar stationäre Kontrollen an den Grenzen zu Tirol eingeführt. Hineingelassen wurden seitdem nur noch Deutsche und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland.

(APA/red.)

Das sagen die Wiener zur "Lockdownerei"

Denken Sie, dass das Infektionsgeschehen durch eine Maskenpflicht im Freien eingedämmt werden kann ?