Im Jahr 2010 lagen die Bundesabgaben noch bei 65,5 Milliarden Euro. Während der Corona-Pandemie kam es 2020 zu einem deutlichen Rückgang auf 81,8 Milliarden Euro. Seither haben sich die Einnahmen jedoch kräftig erholt und sind innerhalb von sechs Jahren um mehr als 40 Milliarden Euro gestiegen. Wie aus aktuellen Daten des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) hervorgeht, die auf Berechnungen der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) basieren, wird für 2026 ein neuer Höchststand von 122,1 Milliarden Euro erwartet.

Lohn- und Umsatzsteuer dominieren das Aufkommen

Den größten Beitrag leisten weiterhin die Umsatzsteuer und die Lohnsteuer. Für 2026 werden aus der Umsatzsteuer Einnahmen von rund 41,8 Milliarden Euro und aus der Lohnsteuer 38,9 Milliarden Euro erwartet. Gemeinsam machen diese beiden Steuerarten nahezu zwei Drittel des gesamten Abgabenaufkommens des Bundes aus.

Einkommenssteuern bleiben wichtigste Einnahmequelle

Die Einnahmen aus Einkommens- und Vermögenssteuern sollen 2026 insgesamt rund 62 Milliarden Euro erreichen und damit weiterhin über jenen aus Verbrauchs- und Verkehrssteuern liegen, die auf rund 57 Milliarden Euro geschätzt werden. Der Abstand zwischen beiden Kategorien hat sich in den vergangenen Jahren allerdings verkleinert.

Dem Bund bleiben netto 74,3 Milliarden Euro

Von den gesamten Bruttoeinnahmen verbleibt nicht der gesamte Betrag beim Bund. Nach der Verteilung der Steuererträge an Länder, Gemeinden und die Europäische Union bleiben dem Bund netto 74,3 Milliarden Euro.

Rekordeinnahmen rücken Steuerdebatte in den Fokus

Die aktuellen Prognosen zeigen, dass die öffentlichen Abgaben des Bundes 2026 einen neuen Höchststand erreichen dürften. Angesichts der Rekordeinnahmen dürfte die Diskussion über die Steuerbelastung sowie mögliche Entlastungen für Arbeitnehmer und Unternehmen weiter an Bedeutung gewinnen.