Taiwan bleibt das Herz der globalen KI-Industrie
Obwohl zahlreiche Länder versuchen, eigene Chip- und KI-Ökosysteme aufzubauen, sieht NVIDIA Taiwan weiterhin als unverzichtbares Zentrum der Branche.
Bei der Vorstellung neuer Ausbaupläne machte Jensen Huang deutlich, welche Bedeutung die Insel für den Konzern besitzt. NVIDIA werde künftig jährlich bis zu 150 Milliarden US-Dollar in Taiwan investieren, um die technologische Führungsrolle des Standorts langfristig auszubauen.
Für Huang ist die Begründung eindeutig. In Taiwan befinden sich die wichtigsten Fertigungsnetzwerke der Halbleiterindustrie, zahlreiche Zulieferer sowie die Produktionsstätten vieler Technologiepartner. Hier entstehen die modernsten Chips, hier werden Systeme integriert und hier wurden nach Angaben des NVIDIA-Chefs die ersten KI-Supercomputer entwickelt.
Parallel dazu plant NVIDIA den Bau eines neuen Hauptquartiers auf der Insel. Das Projekt soll noch in diesem Jahr starten und bis 2030 vollständig umgesetzt werden.
Zuletzt hat der Konzern stark nach oben skaliert: noch vor wenigen Jahren lagen die jährlichen NVIDIA-Ausgaben in Taiwan laut CEO Huang bei lediglich zehn bis 15 Milliarden US-Dollar.
Texas wird zum neuen KI-Hotspot
Neben Taiwan rückt auch Texas immer stärker in den Fokus von NVIDIA. Dort entstehen derzeit zahlreiche neue Rechenzentren, die die enorme Nachfrage nach künstlicher Intelligenz bedienen sollen.
Ein wichtiger Baustein dieser Entwicklung ist die Zusammenarbeit zwischen NVIDIA und dem Infrastrukturunternehmen IREN. Das Unternehmen hat einen langfristigen Cloud-Vertrag mit NVIDIA abgeschlossen, dessen Volumen sich auf rund 3,4 Milliarden US-Dollar beläuft.
Im texanischen Childress sollen rund 60 Megawatt Rechenleistung bereitgestellt werden, um Unternehmen Zugang zu leistungsstarken KI-Anwendungen und Nvidia-Grafikprozessoren zu ermöglichen.

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