Die neue Strategie wird offen von Konzernchefin Evelyn Palla eingeräumt. Sie macht keinen Hehl daraus, dass der Zustand vieler Bahnhöfe nicht mehr zeitgemäß ist.
„Die Bahnhöfe liegen uns besonders am Herzen. Sie sind eine Visitenkarte, nicht nur für uns, sondern auch für die Städte und Gemeinden“, erklärte sie. „Da haben wir ganz klar Nachholbedarf.“
1000 Stationen in einem Jahr – ein ambitionierter Plan
Bereits 2026 sollen rund vier Milliarden Euro allein in die Modernisierung fließen. Mehr als 1000 Stationen in ganz Deutschland sollen davon profitieren.
Darüber hinaus wird ein bestehendes Programm zur umfassenden Neugestaltung ganzer Bahnhöfe deutlich ausgeweitet. Statt bisher 500 sollen künftig 710 Stationen vollständig überarbeitet werden. 130 davon stehen noch in diesem Jahr auf der Agenda.
Im Fokus stehen vor allem Empfangsgebäude – also genau jene Bereiche, die Reisende unmittelbar wahrnehmen. Ziel ist es, das Erscheinungsbild der Bahn sichtbar aufzuwerten.
Parallel fließen Rekordsummen ins Schienennetz
Während die Bahnhöfe renoviert werden, laufen im Hintergrund auch andere Investitionsströme. Für das Jahr 2026 plant die Bahn mehr als 23 Milliarden Euro für die Modernisierung der Schienen-Infrastruktur – ein historischer Höchstwert. Im Vergleich zum Budget, dass für Bahnhöfe aufgewendet wird, bemängeln Kritiker jedoch, dass dieser Wert zu gering ist,
Der Chef der Infrastrukturtochter DB InfraGo, Philipp Nagl, erklärte: „Mehr als die Hälfte des Geldes fließt in das Bestandsnetz.“ Der Rest verteilt sich auf Digitalisierung, Neu- und Ausbauprojekte sowie zahlreiche kleinere Maßnahmen. Auch Bahnhöfe sind Teil dieses Budgets, allerdings nur als ein Baustein unter vielen.

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