Denn hinter dem erneuten Gewinneinbruch verbirgt sich ein grundlegender Wandel der Branche – und ein Transformationskurs, der sich zunehmend als kostspielig erweist.

Umsatz schrumpft – Rendite unter Druck

Der Volkswagen AG ist mit deutlich schlechteren Ergebnissen in das Jahr 2026 gestartet. Im ersten Quartal sank der Gewinn nach Steuern um 28,4 % auf 1,56 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch 2,19 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Nicht nur beim Gewinn zeigt sich die Schwäche. Auch der Umsatz ging zurück – um 2,5 % auf 75,7 Milliarden Euro. Gleichzeitig verschlechterte sich die operative Umsatzrendite weiter und lag nur noch bei 3,3 %.

Konzernchef Oliver Blume verweist auf ein schwieriges Umfeld: „Kriege, geopolitische Spannungen, Handelsbarrieren, verschärfte Regulatorik und ein harter Wettbewerb sorgen für Gegenwind.“ Doch diese Faktoren allein erklären die Entwicklung nur teilweise.

Absatzprobleme in Schlüsselregionen

Besonders in den strategisch wichtigen Märkten China und USA bleibt die Nachfrage hinter den Erwartungen zurück. Insgesamt gingen die Auslieferungen im Zeitraum Januar bis März auf rund zwei Millionen Fahrzeuge zurück – ein Minus von 7 % im Vergleich zum Vorjahr.

Zwar wurden in Europa leichte Zugewinne verzeichnet, doch dies reichte nicht aus, um die Rückgänge in Nordamerika und China auszugleichen. Gerade in China wächst der Konkurrenzdruck durch lokale Anbieter, die technologisch und preislich zunehmend aufholen.

Teure Transformation: E-Mobilität belastet die Bilanz

Bereits 2025 hatte Volkswagen ein schwieriges Jahr hinter sich: Der Gewinn brach um rund 44 % von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro ein – das schwächste Ergebnis seit der Zeit des Dieselskandals.

Ein wesentlicher Belastungsfaktor liegt letztlich auch im Umbau hin zur Elektromobilität. Hohe Investitionen, zunehmender Wettbewerb und bislang noch nicht ausreichend profitable Modelle drücken auf die Margen. Während einzelne Modelle wie der ID.3 in Deutschland Marktanteile gewinnen konnten, bleibt die Ertragslage im E-Segment insgesamt angespannt.