Die Gemeinde Reichersberg rückt nicht ohne Grund in den Mittelpunkt der Spekulationen. Der dortige Wirtschaftspark umfasst mehr als 30 Hektar und liegt in unmittelbarer Nähe zur Innkreisautobahn A8 sowie zur deutschen Grenze.

Diese Lage macht das Gebiet besonders attraktiv für Logistikunternehmen. Bereits jetzt sind dort namhafte Betriebe angesiedelt, darunter der Luftfahrtzulieferer FACC.

Berichten zufolge könnte auf dem Areal ein hochautomatisierter Standort entstehen, der neben Logistik auch Forschung und Entwicklung umfasst.

„Wir prüfen laufend“ – Amazon bleibt bewusst vage

Auf konkrete Nachfragen verschiedener Medien reagierte Amazon ausweichend. In einer schriftlichen Stellungnahme heißt es lediglich, man überprüfe kontinuierlich potenzielle Standorte und bewerte dabei zahlreiche Faktoren.

Ein Projekt werde grundsätzlich erst dann öffentlich bestätigt, wenn es eine fortgeschrittene Planungsphase erreicht habe. Diese Formulierung lässt viel Interpretationsspielraum.

Auch auf regionaler Ebene hält man sich bedeckt. Verantwortliche des Wirtschaftsparks bestätigen Gespräche mit mehreren Interessenten, vermeiden jedoch konkrete Angaben. Lediglich von einem „großen Spieler“ ist die Rede, mit dem man sich in einer frühen Phase der Verhandlungen befinde. Ob es sich dabei tatsächlich um Amazon handelt, bleibt offen.

Zweites potenzielles Projekt in Schalchen

Parallel zu den Entwicklungen in Reichersberg rückt ein weiteres mögliches Vorhaben in den Fokus. In der Gemeinde Schalchen hat Amazon bereits am 14. April einen Antrag zur Vorprüfung für ein neues Verteilzentrum eingereicht.

Das geplante Projekt soll auf einer Fläche von fünf Hektar umgesetzt werden und ein Volumen von rund 50 Millionen Euro erreichen. Die Gemeinde bestätigte, dass der Antrag in den kommenden Wochen geprüft wird.