Wie Rheinmetall mitteilte, hat Rumänien Verträge mit einem Gesamtvolumen von rund 5,7 Milliarden Euro unterzeichnet. Damit handelt es sich um das größte internationale Auftragspaket der jüngeren Unternehmensgeschichte des Konzerns.

Zum Lieferumfang gehören Gefechtsfahrzeuge, moderne Flugabwehrsysteme, Munition sowie Komponenten für die Munitionsproduktion. Darüber hinaus umfasst das Paket auch vier Marineschiffe. Einen zentralen Bestandteil bilden knapp 300 Schützenpanzer des Typs Lynx, die künftig die rumänischen Streitkräfte verstärken sollen.

Ausbau der Produktion in Rumänien geplant

Für die Umsetzung des Großprojekts will Rheinmetall seine bestehenden Aktivitäten im Land deutlich erweitern. Das Unternehmen ist bereits seit Jahren in Rumänien präsent und plant nun einen erheblichen Ausbau seiner Fertigungskapazitäten.

Nach Angaben des Konzerns soll ein großer Teil der Wertschöpfung direkt vor Ort stattfinden. Zudem ist ein umfassender Technologietransfer vorgesehen, um die heimische Industrie stärker einzubinden. Die ersten Auslieferungen sind für das Jahr 2028 vorgesehen. Bis spätestens 2030 sollen sämtliche Systeme übergeben werden.

Auch die Bundeswehr bestellte zuletzt in Milliardenhöhe

Nicht nur internationale Kunden sorgen derzeit für volle Auftragsbücher bei Rheinmetall. Auch die deutsche Bundeswehr vergab Ende Mai einen weiteren Großauftrag an den Düsseldorfer Konzern.

Bestellt wurden mehr als 2.000 militärische Transportfahrzeuge mit einem Gesamtwert von rund 1,015 Milliarden Euro brutto. Die Beschaffung ist Teil der laufenden Bemühungen, die logistischen Fähigkeiten der deutschen Streitkräfte auszubauen und bestehende Ausrüstungslücken zu schließen.

Bei den bestellten Fahrzeugen handelt es sich um sogenannte ungeschützte Transportfahrzeuge (UTF), die in mehreren Gewichtsklassen ausgeliefert werden sollen. Vorgesehen sind Fahrzeuge mit den Konfigurationen 4×4, 6×6 und 8×8. Die kleinste Variante verfügt über eine Nutzlast von 3,5 Tonnen, die mittlere über 5 Tonnen. Die schwerste Ausführung kann bis zu 15 Tonnen transportieren.

Nach Angaben des Unternehmens soll die Auslieferung bereits in der ersten Hälfte des Jahres 2026 anlaufen.