Der Großkonzern erweitert nun das Werk im steirischen Weiz mit einem Investitionsvolumen von 95 Millionen Euro.
Milliardenmarkt Stromnetz: Siemens baut Produktion in Weiz massiv aus
Mit dem offiziellen Spatenstich begann nun die nächste große Ausbaustufe am traditionsreichen Siemens-Standort Weiz.
Das Werk zählt bereits heute zu den wichtigsten Produktionsstätten des Konzerns für sogenannte Phasenschieber-Transformatoren. Diese Spezialanlagen spielen eine zentrale Rolle bei der Steuerung von Stromflüssen innerhalb moderner Hochspannungsnetze und gelten als entscheidend für die Stabilisierung komplexer Stromsysteme.
Gerade mit dem weiteren Ausbau von Wind- und Solarenergie steigt der Bedarf an solchen Technologien deutlich an.
Die bestehende Produktionsfläche von derzeit mehr als 58.000 Quadratmetern soll deshalb um weitere 12.000 Quadratmeter erweitert werden. Nach Angaben des Unternehmens könne die Produktionskapazität dadurch künftig verdoppelt werden.
95 Millionen Euro Investition und 100 neue Jobs
Das Investitionsvolumen für das Projekt in Weiz beläuft sich auf rund 95 Millionen Euro. Unterstützt wird der Ausbau zusätzlich durch Fördermittel des Bundes.
Aktuell beschäftigt das Werk rund 1.200 Mitarbeiter. Durch die Erweiterung sollen weitere 100 qualifizierte Arbeitsplätze entstehen. Die neue Anlage soll Anfang 2028 den Betrieb aufnehmen.
Das Wirtschaftsministerium sprach von einer strategisch wichtigen Investition in Schlüsseltechnologien, die sowohl die Energiewende als auch die industrielle Wertschöpfung in Österreich stärken würden.
Auch Linz profitiert von der Ausbau-Offensive
Parallel dazu treibt Siemens Energy in Oberösterreich den Ausbau seiner Kapazitäten voran. Am Standort Linz entsteht derzeit ein neues Servicewerk für die Reparatur und Generalüberholung großer Transformatoren. Dort sollen 60 Millionen Euro investiert und zusätzlich 80 Arbeitsplätze geschaffen werden.
Die Anlage wird auf Transformatoren mit Leistungen von bis zu 500 MVA und Spannungen bis zu 550 kV ausgelegt sein – also auf zentrale Komponenten moderner Hochspannungsnetze.
Auch dieses Projekt erhält staatliche Unterstützung. Rund sieben Millionen Euro kommen vom Bund.
Siemens Energy war erst 2020 aus dem Industriekonzern Siemens AG abgespalten worden und wird seither eigenständig an der Börse gehandelt.
Nach mehreren schwierigen Jahren mit Problemen im Windkraftgeschäft stabilisierte sich der Konzern zuletzt wieder.

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