Für den europäischen Flugzeugbauer Airbus ist es die größte Einzelbestellung in der Geschichte des A220-Programms.

Milliardenauftrag bringt Airbus dringend Rückenwind

Die Vereinbarung zwischen Airbus und AirAsia wurde im kanadischen Mirabel bekanntgegeben, wo der A220 produziert wird. Das Gesamtvolumen des Deals wird auf rund 19 Milliarden Dollar geschätzt.

AirAsia-Mitgründer Tony Fernandes sprach von einem entscheidenden Schritt für die nächste Wachstumsphase des Konzerns. Die Flugzeuge seien „das perfekte Werkzeug“ für die zukünftige Expansion der Airline.

Gleichzeitig machte AirAsia deutlich, dass die jetzige Bestellung womöglich erst der Anfang ist. Die Vereinbarung enthalte laut Unternehmen die strategische Möglichkeit, den Auftrag später auf bis zu 300 Maschinen der A220-Familie auszuweiten.

Airbus kämpfte jahrelang mit dem A220-Programm

Der A220 galt lange als Hoffnungsträger im kleineren Mittelstreckenmarkt. Ursprünglich wurde das Flugzeug noch vom kanadischen Hersteller Bombardier unter dem Namen „C-Series“ entwickelt. Doch das Projekt entwickelte sich für Bombardier finanziell zum Desaster. 2018 übernahm Airbus schließlich das Programm und hoffte auf eine Belebung der Verkäufe.

Die Realität verlief jedoch anders. Der große Verkaufserfolg blieb lange aus. Der Auftragsbestand entwickelte sich schwächer als erwartet, und das Programm schreibt auch Jahre nach der Übernahme weiterhin Verluste.

Bis Ende März 2026 wurden insgesamt 959 Flugzeuge verkauft – darunter 108 Exemplare des kleineren A220-100 und 851 Maschinen des größeren A220-300.

Seit Jahresbeginn gingen lediglich kleinere Bestellungen für den A220-300 ein. Beim kleineren A220-100 standen zuletzt sogar nur noch stornierte Flugzeuge in den Auftragsbüchern. Im gesamten Jahr 2025 kamen netto lediglich 44 neue Bestellungen für die A220-Familie hinzu.

Neue Sitzkonfiguration speziell für AirAsia

Für den neuen Großauftrag setzt Airbus nun erstmals eine neue Hochdichte-Konfiguration um.

Die Maschinen sollen künftig mit 160 Sitzen ausgestattet werden, um den Anforderungen des Billigflugsegments besser gerecht zu werden.