Das geht aus einer aktuellen Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV-NÖ) hervor. Befragt wurden laut Krone 44 Industriebetriebe mit insgesamt mehr als 26.000 Mitarbeitern.

Metallbranche steht unter Druck

Besonders angespannt ist die Lage in der metallverarbeitenden Industrie. Dort ist die Auftragslage laut IV-NÖ besonders schwach. Viele Betriebe erwarten in den kommenden Monaten einen weiteren Rückgang der Produktion – und schließen auch Kündigungen nicht aus. Etwas stabiler präsentiert sich die Situation derzeit in der Chemie-, Holz- und Elektronikbranche. Insgesamt bleibt das Bild aber düster.

Fast jeder zweite Betrieb blickt in eine düstere Zukunft

Die Stimmung in den Unternehmen ist im Keller: Nicht einmal jedes vierte Unternehmen beurteilt seine aktuelle Geschäftslage als gut. Knapp die Hälfte der Betriebe rechnet auch in den kommenden Monaten nicht mit einer Verbesserung. Lediglich fünf Prozent erwarten eine positive Entwicklung.

Besonders kritisch sehen die Unternehmen ihre Ertragslage. Mehr als 80 Prozent gehen davon aus, dass sich daran vorerst nichts ändern wird. Auch bei den Aufträgen – sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland – überwiegen die negativen Einschätzungen.

Reformen gefordert

Die Industriellenvereinigung warnt, dass die wirtschaftliche Entwicklung zunehmend Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben werde. IV-NÖ-Geschäftsführerin Michaela Roither fordert daher rasche Wirtschaftsreformen. Vor allem Bürokratieabbau sowie bessere Rahmenbedingungen für Investitionen könnten darüber entscheiden, ob Unternehmen ihre Produktion und damit Arbeitsplätze künftig weiterhin in Niederösterreich halten.