Der Flughafen Linz musste zuletzt einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen. Mit Beginn des Winterflugplans 2026/27 wird Ryanair die Verbindung zwischen Linz und London-Stansted einstellen. Nach Informationen des Portals Linz Airport Reporter hat Ryanair die für diese Strecke reservierten Start- und Landerechte am Flughafen London-Stansted bereits zurückgegeben. Dadurch verliert der Flughafen Linz im kommenden Winterflugplan rund 17.000 angebotene Passagiersitze.
Nun gibt es jedoch zumindest teilweise Entwarnung: Die irische Billigfluggesellschaft bestätigte auf Anfrage des ORF Oberösterreich, dass die Route nach Alicante weiterhin angeboten wird.
Auslastung ist laut Ryanair nicht das Problem
Während über die tatsächliche Nachfrage auf den einzelnen Strecken keine detaillierten Zahlen veröffentlicht werden, weist Ryanair den Vorwurf zurück, die Entscheidung sei auf mangelndes Interesse der Passagiere zurückzuführen.
Nach Angaben der Fluggesellschaft erreichen ihre Verbindungen im Durchschnitt eine Auslastung von rund 94 Prozent. Dieses Niveau gelte grundsätzlich auch für Flüge ab Linz. Aus Sicht des Unternehmens liege das eigentliche Problem daher nicht bei der Nachfrage, sondern bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Flugticketabgabe bleibt Streitpunkt
Seit Monaten kritisiert Ryanair jedoch insbesondere die österreichische Flugticketabgabe sowie weitere Standortkosten. Die Airline sieht darin einen erheblichen Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen europäischen Ländern, die Luftverkehrsabgaben gesenkt oder vollständig abgeschafft haben.
Bereits im Frühjahr hatte Ryanair die Bundesregierung aufgefordert, die Abgabe zu reduzieren oder ganz zu streichen. Nachdem es bislang zu keiner politischen Einigung gekommen ist, setzt das Unternehmen seine angekündigten Anpassungen im Streckennetz nun schrittweise um.

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