Die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland verharrt auf hohem Niveau – und die Dynamik nach unten fällt überraschend schwach aus.
Kaum „Frühjahrsbelebung‟ – Niveau bleibt hoch
Nach aktuellen Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im April 3,008 Millionen Menschen in Deutschland ohne Beschäftigung gemeldet. Zwar entspricht das einem Rückgang von 13.000 gegenüber März, doch im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Anstieg um 77.000 Arbeitslose.
Die Arbeitslosenquote verharrte unverändert bei 6,4 %. BA-Chefin Andrea Nahles bringt die Entwicklung auf den Punkt: „Eine Trendumkehr am Arbeitsmarkt ist noch nicht in Sicht.“ Und weiter: „Die Frühjahrsbelebung fällt auch im April schwach aus.“
Traditionell sorgt der Übergang vom Winter in die wärmeren Monate für eine spürbare Entlastung. Branchen wie Bau, Landwirtschaft oder Gastronomie nehmen ihre Aktivitäten wieder auf und schaffen zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten.
Nachfrage stabil – aber auf niedrigem Niveau
Ein Blick auf die offenen Stellen zeigt ein gemischtes Bild. Einerseits ist kein drastischer Einbruch der Nachfrage nach Arbeitskräften zu erkennen. Andererseits bewegt sich das Niveau weiterhin auf vergleichsweise niedriger Basis.
Im April waren 641.000 offene Stellen bei den Arbeitsagenturen gemeldet. Das sind 5.000 weniger als vor einem Jahr. Die Nachfrage stabilisiert sich damit – allerdings ohne spürbaren Aufwärtstrend.

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