Seit den Tiefständen Anfang Februar, als der Bitcoin zeitweise in Richtung der Marke von 60.000 US-Dollar gefallen war, hat sich der Kurs eindrucksvoll erholt. Inzwischen legte die Kryptowährung um mehr als 35 % zu.
Allein im April stieg der Bitcoin um knapp 12 % – der stärkste Monatsanstieg seit rund einem Jahr. Im April 2025 hatte die Kryptowährung ein Monatsplus von über 14 % verzeichnet.
Milliarden fließen in Bitcoin-ETFs
Einen entscheidenden Anteil an der jüngsten Kursrally haben die starken Kapitalzuflüsse in amerikanische Spot-ETFs auf Bitcoin. Milliardenbeträge flossen zuletzt in diese Produkte und verstärkten den Aufwärtsdruck zusätzlich.
Hinzu kommt eine allgemein freundlichere Stimmung an den Aktienmärkten. Viele Investoren zeigen wieder mehr Bereitschaft, in risikoreichere Anlageklassen zu investieren.
Auch geopolitische Entwicklungen spielen dabei eine Rolle. Hoffnung auf eine Stabilisierung rund um die strategisch wichtige Straße von Hormus sorgte zeitweise für Entspannung an den Märkten und erhöhte die Risikobereitschaft vieler Anleger.
Bitcoin zeigt überraschende Widerstandskraft
Bemerkenswert ist vor allem die Stabilität des Bitcoin-Kurses trotz der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Seit Beginn des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran konnte der Bitcoin-Kurs rund 20 % an Wert gewinnen.
Damit erwiesen sich digitale Vermögenswerte gegenüber den Belastungen durch steigende Ölpreise, Inflationssorgen und Zinserwartungen überraschend robust.
Ganz immun bleibt der Markt allerdings nicht. Bereits einzelne Meldungen über mögliche militärische Zwischenfälle in der Straße von Hormus sorgten kurzfristig für stärkere Kursschwankungen. Berichte über einen angeblichen Angriff auf ein US-Kriegsschiff belasteten den Markt vorübergehend, wurden später jedoch dementiert.
Analysten warnen vor neuer Korrektur
Trotz der starken Erholung sehen nicht alle Marktbeobachter den Beginn eines dauerhaften Bullenmarktes. Der erfahrene Trader Peter Brandt warnt davor, die aktuelle Entwicklung überzubewerten.
Seiner Einschätzung nach könnte der eigentliche Tiefpunkt noch nicht erreicht sein. Auf Basis historischer Vierjahreszyklen rund um das sogenannte Halving hält Brandt sogar einen Rückgang auf 50.000 US-Dollar für möglich.
Neue Rekorde bis 250.000 Dollar?
Gleichzeitig bleibt der langfristige Optimismus im Kryptosektor enorm. Sollte sich der Markt ab Herbst 2026 erneut stabilisieren und eine neue Aufwärtsbewegung starten, hält Brandt langfristig sogar Kursregionen von bis zu 250.000 US-Dollar für denkbar.

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