Laut Daten der Blockchain-Analysefirma Arkham Intelligence hat BlackRock über seinen iShares Bitcoin Trust ETF (IBIT) innerhalb von fünf Tagen Bitcoin im Wert von rund 900 Millionen US-Dollar zugekauft. Das entspricht über 90 Prozent der gesamten wöchentlichen Zuflüsse in alle US-amerikanischen Bitcoin-ETFs – und übertrifft die wöchentlich neu geschürfte Bitcoin-Menge um ein Vielfaches. BlackRocks Gesamtbestand übersteigt damit nun 806.700 BTC, was knapp vier Prozent des gesamten umlaufenden Angebots entspricht.

Die Nachricht katapultierte die Erwartungen an den Prognosemärkten: Die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin die 80.000-Dollar-Marke noch im April erreicht, stieg laut Polymarket innerhalb von 24 Stunden von 44 auf über 71 Prozent.

Der Kontext: Nach einem harten Winter

Der Kauf kommt nach einem der schwierigsten Halbjahre in der jüngeren Bitcoin-Geschichte. Vom Allzeithoch bei 126.000 Dollar im Oktober 2025 fiel der Kurs bis Anfang März 2026 auf rund 65.000 Dollar – ein Minus von fast 50 Prozent. Das erste Quartal 2026 war das schwächste seit 2018. Seit April erholt sich der Kurs deutlich: Aktuell notiert Bitcoin bei rund 78.000 Dollar, ein Plus von rund 14 Prozent im Monat. Ein weiteres halbes Prozent bis Monatsende würde den stärksten April seit 2020 bedeuten.

Bedeutet das jetzt kaufen?

Das ist keine Anlageberatung – und Vorsicht ist angebracht. Große institutionelle Käufe signalisieren Vertrauen, aber kein garantiertes Kursziel. Analysten von JPMorgan und Standard Chartered sehen langfristige Kursziele von 150.000 bis 170.000 Dollar – andere Szenarien rechnen mit weiterer Volatilität. Wer in Bitcoin investiert, sollte das Risiko eines erneuten Einbruchs einkalkulieren.