Damit näherte sich der Juni-Terminkontrakt wieder dem Hoch von etwas mehr als 112 Dollar aus dem März.

Seit Beginn des Iran-Kriegs hat sich die Referenzsorte für den weltweiten Ölmarkt um mehr als 50 Prozent verteuert. Die Ölpreise sind aktuell der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt. Bei der für den US-Markt wichtigeren Sorte WTI fällt der Anstieg bei diesem Liefertermin ähnlich aus. Noch drastischer sieht es bei der Entwicklung des Mai-Kontrakts aus. Öl der Sorte WTI mit Auslieferung im Mai kostete am Morgen rund 115 Dollar und damit rund 70 Prozent mehr als vor Beginn des Iran-Kriegs vor mehr als fünf Wochen.

Hormuz-Blockade verschärft Ölkrise

Da die für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormuz für die meisten Schiffe derzeit praktisch unpassierbar ist, liegen die Preise für die nächsten Liefertermine deutlich höher als die für Termine in weiterer Zukunft. Für die Sorte Brent ist der Mai-Kontrakt bereits abgelaufen. Für Trump steht die Freigabe der Meeresenge im Iran-Konflikt derzeit im Fokus. Er stellte dem Iran deshalb ein weiteres Ultimatum. Kurz vor Ablauf des Ultimatums am Mittwoch um 2:00 Uhr zeichnet sich jedoch keine Einigung ab. Trump bekräftigte seine Warnung, er werde im Falle einer Nichtöffnung der Straße von Hormuz alle iranischen Kraftwerke und Brücken „völlig zerstören”. Ein Sprecher der iranischen Militärführung reagierte mit Spott auf Trumps Drohung. Die Meerenge ist einer der global wichtigsten Transportwege – nicht nur für Öl und Flüssiggas.