Mit dem Forschungsprogramm „Interoperable Robotic Convoy“ – kurz InterRoC – verfolgt die Bundeswehr das Ziel, hochautomatisierte Transportverbände für militärische Einsätze einsatzfähig zu machen.

Den Entwicklungsauftrag erhielt das deutsche Drohnen- und KI-Unternehmen Quantum Systems. Die Technologie soll künftig ermöglichen, dass mehrere Lastwagen nahezu selbstständig im Verband fahren können – selbst unter schwierigen Bedingungen, bei eingeschränkter Kommunikation oder in gefährlichen Einsatzgebieten.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Softwareplattform MOSAIC von Quantum Systems. Sie bündelt Daten aus Drohnen, Fahrzeugen und weiteren Sensoren zu einem gemeinsamen Lagebild.

Daimler liefert die Fahrzeugplattform

Für die technische Basis der unbemannten Konvois sorgt Daimler Truck. Die Fahrzeuge werden mit den Autonomie- und KI-Systemen von Quantum Systems ausgestattet und sollen künftig sowohl automatisiert als auch aus der Ferne gesteuert werden können.

Ziel ist es, militärische Transportmissionen effizienter und zugleich sicherer zu gestalten. Gerade in Krisen- und Kampfgebieten könnten autonome Fahrzeuge das Risiko für Soldaten deutlich reduzieren.

Die neuen Systeme sollen dabei nicht nur auf befestigten Straßen funktionieren, sondern auch in anspruchsvollem Gelände zuverlässig navigieren können.

Die „elektronische Deichsel“ nimmt Gestalt an

Kernstück des Projekts ist ein Konzept, das in Fachkreisen als „elektronische Deichsel“ bezeichnet wird.

Dabei führt lediglich ein bemanntes Fahrzeug den Konvoi an. Die nachfolgenden Lastwagen orientieren sich automatisiert am Führungsfahrzeug und bewegen sich ohne eigene Fahrer durch das Einsatzgebiet.