Ab 1. Juli 2026 sinkt die Umsatzsteuer auf Grundnahrungsmittel wie Milch, Eier, Brot und Gemüse von 10 auf 4,9 Prozent – die SPÖ verkauft das als Entlastung für alle.
Doch der Budgetdienst zeichnet ein anderes Bild: Bei vollständiger Weitergabe der Senkung spart ein durchschnittlicher Haushalt zwar 73 Euro pro Jahr, aber die Verteilung ist alles andere als gerecht. Haushalte im untersten Einkommenzehntel sparen gerade mal 57 Euro – jene im obersten Zehntel hingegen satte 87 Euro. Der Staat verzichtet dabei auf rund 400 Millionen Euro Steuereinnahmen jährlich – und wer am meisten davon hat, sind ausgerechnet jene, die es am wenigsten brauchen.

Soziale Maßnahme – oder Geschenk an die Reichen?
Das Prinzip dahinter ist simpel: Wer mehr für Lebensmittel ausgibt, spart bei einer prozentualen Steuersenkung auch mehr. Und das sind nun mal einkommensstärkere Haushalte. Gemessen am verfügbaren Einkommen profitieren zwar ärmere Haushalte anteilig stärker – doch in absoluten Euro und Cent landen die größeren Beträge in den Taschen der Wohlhabenderen.

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