Seit dieser Woche können sich Interessenten für die ersten geplanten Robotaxi-Fahrten in London registrieren. Bevor der Dienst offiziell starten kann, müssen allerdings noch die zuständigen britischen Verkehrsbehörden grünes Licht geben.
Uber zeigt sich jedoch optimistisch, die ersten Fahrten bereits in naher Zukunft anbieten zu können. In der Anfangsphase werden die Fahrzeuge zwar autonom unterwegs sein, zur zusätzlichen Absicherung soll jedoch weiterhin ein Sicherheitsfahrer an Bord bleiben.
Damit verfolgt das Unternehmen einen ähnlichen Ansatz wie andere Anbieter, die neue Technologien zunächst unter kontrollierten Bedingungen auf die Straße bringen.
Künstliche Intelligenz übernimmt das Steuer
Die technische Grundlage liefert das britische Unternehmen Wayve, das sich auf autonomes Fahren spezialisiert hat. Die eingesetzte Software basiert auf künstlicher Intelligenz und wurde nach Unternehmensangaben über Jahre hinweg im realen Straßenverkehr trainiert.
Bereits seit 2018 sammeln die Systeme erstmals Erfahrungen auf den Straßen Londons. Ziel ist es, die Fahrzeuge in die Lage zu versetzen, komplexe Verkehrssituationen eigenständig zu erkennen und darauf zu reagieren.
Wayve-Chefin Kaity Fischer bezeichnete das Projekt als wichtigen Meilenstein für Großbritannien. Erstmals könnten Fahrgäste dort die Technologie autonomer Fahrzeuge im regulären Straßenverkehr erleben.
Zum Einsatz kommen elektrische Fahrzeuge von Ford, die mit umfangreicher Sensorik ausgestattet sind.
Europa wird zum neuen Robotaxi-Schauplatz
Der Vorstoß in London ist Teil einer größeren Strategie. Uber arbeitet seit Monaten daran, autonome Mobilitätsdienste in mehreren europäischen Märkten zu etablieren.
Bereits Ende März kündigte das Unternehmen gemeinsam mit dem chinesischen Spezialisten Pony.ai und dem Plattformbetreiber Verne den Aufbau eines kommerziellen Robotaxi-Angebots in Zagreb an.
In Kroatien laufen mittlerweile bereits erste Tests auf öffentlichen Straßen. Die Aufgaben innerhalb der Partnerschaft sind klar verteilt.
Pony.ai stellt die Technologie für das autonome Fahren bereit und setzt dabei auf seine aktuelle Fahrzeuggeneration. Verne übernimmt den Betrieb der Flotte sowie die Vorbereitung der notwendigen Genehmigungen und regulatorischen Prozesse. Uber wiederum integriert die Fahrzeuge in sein weltweites Mobilitätsnetzwerk.

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