Bei Migros werden auf Etiketten von gewogenen Produkten wie Obst und Gemüse bereits neue quadratische Codes eingesetzt. Damit ersetzt der Händler den altbekannten 1D-Barcode schrittweise durch eine digitalere Lösung, berichtet watson.ch.
Mehr Technik, weniger Störungen
Laut Migros sind vor allem technische Probleme der Auslöser für den Wechsel. Eine Sprecherin erklärte: „Der bisherige 1D-Barcode wurde teilweise nicht optimal gedruckt und hat zu Lesefehlern geführt.“ Das habe immer wieder zu zusätzlichem Aufwand bei der Wartung der Drucker geführt.
Die neue Lösung soll diese Schwachstellen beseitigen und gleichzeitig den Kassiervorgang stabiler machen. Auch andere Händler haben ähnliche Schritte bereits gesetzt, darunter die Schweizer Konkurrenz Coop, wo 2D-Codes seit Jahren im Einsatz sind – etwa auf Sandwiches oder Frischprodukten.
Mehr Daten auf kleiner Fläche
Der größte Vorteil der neuen Codes liegt Berichten zufolge in ihrer Informationsdichte. Neben klassischen Angaben wie dem Mindesthaltbarkeitsdatum können künftig auch Herkunft, Gewicht oder sogar Umweltwerte direkt im Code gespeichert werden. Damit soll ein deutlich transparenteres System für Handel und Kunden entstehen.
Die Erfahrungen aus der Praxis gelten bislang als positiv, Beschwerden sind laut Handelsunternehmen kaum aufgetreten. Nun soll die Technologie nach und nach auch auf weitere Frischebereiche ausgeweitet werden – ein stiller, aber tiefgreifender Wandel an der Supermarktkasse.

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