Die jüngsten Tourismuszahlen sind beeindruckend. Im Tourismusjahr 2024/25 wurden in Oberösterreich nahezu neun Millionen Nächtigungen registriert – so viele wie noch nie zuvor.

Auch die Wintersaison entwickelte sich deutlich besser als erwartet. Mit einem Plus von 3,2 % gegenüber dem Vorjahr übertraf Oberösterreich den österreichweiten Durchschnitt und konnte seine Position als attraktive Ganzjahresdestination weiter festigen.

Die Landesregierung sieht darin eine Bestätigung ihres bisherigen Kurses und will den Schwung nun für weitere Investitionen nutzen.

Millionenprojekt auf der Wurzeralm

Ein zentrales Vorhaben betrifft die Wurzeralm in der Pyhrn-Priel-Region. Dort soll in den kommenden Jahren ein modernes alpines Erlebnisgebiet entstehen, das sowohl Wintergäste als auch Sommerurlauber anspricht.

Insgesamt sind Investitionen von rund 24,5 Millionen Euro vorgesehen. Geplant sind neue Angebote für Wanderer und Mountainbiker sowie eine umfassende Modernisierung der bestehenden Seilbahninfrastruktur.

Kernstück des Projekts ist der Ersatz eines älteren Zweiersessellifts durch eine moderne Zehner-Kabinenbahn.

Fokus auf Sommer- und Winterbetrieb

Geplant ist unter anderem auch eine Erweiterung der technischen Beschneiung, um die Schneesicherheit in den kommenden Jahren zu erhöhen.

Landeshauptmann Thomas Stelzer betonte, dass das Land Oberösterreich für die Umsetzung der Projekte Fördermittel von bis zu 16,2 Millionen Euro bereitstellen werde.

Tourismusstrategie erhält neue Führung

Parallel zu den Infrastrukturprojekten wurde Anfang Juni auch die strategische Führung von Oberösterreich Tourismus neu aufgestellt.

Den Vorsitz übernimmt künftig Christian Naderer, der auf Robert Seeber folgt. Naderer verfügt über langjährige Erfahrung in den Bereichen Unternehmensentwicklung, Regionalmanagement und Tourismus und gehört dem Gremium bereits seit mehreren Jahren an.

Das Strategie-Board begleitet die Umsetzung der Tourismusstrategie des Landes und beschäftigt sich mit langfristigen Zukunftsthemen des Standorts.

Digitalisierung und Fachkräfte im Mittelpunkt

Zu den wichtigsten Aufgaben des Gremiums zählen die Weiterentwicklung touristischer Angebote, die Stärkung der Marke Oberösterreich sowie die Förderung innovativer Konzepte.

Darüber hinaus stehen Digitalisierung, moderne Marketingstrategien und die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte auf der Agenda.