Noch bis Freitag gilt die aktuelle Spritpreisbremse – dann läuft sie aus. Für den ÖAMTC ist klar: Eine Verlängerung ist angesichts der massiv gestiegenen Preise zwingend notwendig. Verkehrsexperte Martin Grasslober betont, dass die Preisanstiege eine „volkswirtschaftliche Verwerfung” darstellen, die laut Gesetz ein Eingreifen rechtfertigt. Gleichzeitig mahnt der Mobilitätsclub, dass eine mögliche Nachfolgeregelung – wie die von Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer vorgeschlagene „Preis-runter-Garantie” – erst angemessen begutachtet werden müsse, bevor sie in Kraft tritt. Oe24 berichtete.

Koalition uneinig

ÖVP-Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer möchte von der bisherigen Margenbegrenzung lediglich die „Preis-runter-Garantie” beibehalten. Die SPÖ pocht hingegen auf eine Verlängerung der Spritpreisbremse. Spätestens am Freitag, wenn die aktuelle Regelung ausläuft, muss eine Entscheidung getroffen werden.

Für den ÖAMTC reicht nationaler Druck allein nicht aus. Der Mobilitätsclub hat sich bereits an die Europäische Kommission gewandt und fordert, dass internationale Preisnotierungen genauer untersucht und stärker reguliert werden. Nur so lasse sich verhindern, dass die Preise willkürlich nach oben schießen. Auch die Bundesregierung soll in Brüssel Druck für die Konsumenten machen.

Was kommt nach der Preisbremse?

Eines ist sicher: Die aktuelle Regelung allein löst das Problem nicht dauerhaft. Der ÖAMTC fordert faire Bedingungen an den Tankstellen – auf nationaler wie auf europäischer Ebene. Ob die Politik bis Freitag eine tragfähige Lösung findet, bleibt abzuwarten.