Insgesamt platzierte das Unternehmen am Freitag, den 12. Juni rund 555 Millionen Aktien zu je 135 US-Dollar am Markt und nahm damit etwa 75 Milliarden Dollar ein. Kein Unternehmen hatte jemals zuvor bei einem Börsengang eine höhere Summe eingesammelt.
Damit verdrängte SpaceX den bisherigen Rekordhalter, den saudi-arabischen Ölkonzern Aramco, deutlich von der Spitze. Dessen Börsendebüt hatte im Jahr 2019 rund 29 Milliarden Dollar eingebracht.
Für Investoren war die Nachfrage nach den Papieren enorm. Viele Marktteilnehmer sehen SpaceX längst nicht mehr nur als Raumfahrtunternehmen, sondern als technologisches Ökosystem aus Satelliteninternet, Raketenstartdiensten und künstlicher Intelligenz.
Erster Mensch der Geschichte: Musk knackt die Billionen-Marke
Der eigentliche Gewinner des Börsengangs ist jedoch Elon Musk. Er hält rund 40 Prozent der Anteile an SpaceX. Durch den erfolgreichen Börsengang wurde sein Vermögen in völlig neue Dimensionen katapultiert.
Laut den aktuellen Berechnungen der Forbes-Echtzeitliste liegt Musks Vermögen inzwischen bei rund 1,1 Billionen US-Dollar. Damit gilt er als erster Mensch der Geschichte, dessen Vermögen die symbolträchtige Billionen-Grenze überschritten hat.
Historische Parallelen zu Rockefeller
Auch wenn die Dimension beispiellos erscheint, kennt die Wirtschaftsgeschichte vergleichbare Momente. Anfang des 20. Jahrhunderts erreichte John D. Rockefeller als erster Mensch offiziell den Status eines Dollar-Milliardärs. Damals galt eine Milliarde Dollar als nahezu unvorstellbarer Reichtum. Heute existieren weltweit Tausende Milliardäre.
Historiker ziehen inzwischen Parallelen zwischen jener Epoche und der heutigen Entwicklung der Technologiebranche. Der wirtschaftliche Einfluss einzelner Unternehmer erreich derzeit Größenordnungen, die fürher kaum denkbar waren.

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