Die neuen Regeln verpflichten Anbieter unter anderem dazu, ihre Kunden eindeutig zu identifizieren, strenge Sicherheitsstandards einzuhalten und den Behörden umfangreiche Informationen offenzulegen. Verstöße gegen diese Vorgaben können teuer werden: Bei besonders großen Anbietern sogenannter Stablecoins sind Strafen von bis zu 12,5 Prozent des Jahresumsatzes möglich.
Erster Fall sorgt für Aufsehen
Für Aufsehen sorgt laut Apollo News bereits der erste prominente Fall. Der weltgrößte Krypto-Anbieter Binance zog seinen Antrag auf eine MiCA-Zulassung noch vor Ablauf der Übergangsfrist zurück. Das Unternehmen wird seine europäischen Kunden daher vorerst an bereits lizenzierte Konkurrenten verlieren.
EU-Kritiker stöhnen wegen noch mehr Bürokratie
Die EU begründet den schärferen Kurs mit dem Kampf gegen Geldwäsche, Betrug und mangelnden Verbraucherschutz. Kritiker sehen darin jedoch einen massiven Ausbau der staatlichen Kontrolle über den Kryptomarkt. Sie befürchten, dass Transaktionen künftig noch stärker überwacht werden und Anleger sowie Unternehmen deutlich mehr bürokratischen Hürden ausgesetzt sind.
Unregulierter Markt ist Geschichte
Der weitgehend unregulierte „Krypto-Wilde Westen” in Europa gehört damit der Vergangenheit an. Mit MiCA schafft die EU erstmals ein einheitliches Regelwerk für alle Mitgliedstaaten – und macht deutlich, dass Verstöße künftig nicht mehr mit einem blauen Auge davonkommen. Für die Kryptobranche beginnt damit eine Phase strenger Aufsicht, schärferer Kontrollen und empfindlicher Strafen.

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