Dies würde jedoch ein langsameres jährliches Wirtschaftswachstum von etwa 3,7 Prozent bedeuten, nachdem es von 2021 bis 2025 noch bei rund 5 Prozent gelegen hatte.

Im Mittelpunkt des Plans steht eine stärkere Ausrichtung auf den Dienstleistungssektor, wie aus dem am Montag von der Regierung in Peking veröffentlichten Plan hervorgeht. Gezielt gefördert werden sollen Ausgaben in den Bereichen Alten- und Kinderbetreuung, Gesundheit, Kultur, Tourismus, Sport und Bildung. Zudem verspricht die Regierung höhere Löhne, eine verbesserte soziale Absicherung und bessere öffentliche Dienstleistungen. Damit soll der Anteil des privaten Verbrauchs an der Wirtschaftsleistung von derzeit rund 40 Prozent “deutlich” erhöht werden. Zum Vergleich: In den USA und in Deutschland macht der Konsum mehr als zwei Drittel aus. Auch sollen “unangemessene restriktive Maßnahmen” etwa beim Kauf von Autos und Wohnungen sowie bei der Genehmigung von Veranstaltungen beseitigt werden.

Mit dem Plan reagiert die Führung in Peking auf ein zunehmendes Ungleichgewicht in der chinesischen Wirtschaft zwischen einer starken, exportgestützten Industrieproduktion und einem schwachen Inlandsverbrauch. Ökonomen hatten seit Längerem entsprechende Reformen gefordert. Der Anteil der Dienstleistungsausgaben an den Gesamtausgaben lag in China im vergangenen Jahr 2025 bei 46,1 Prozent und damit weit unter den rund 70 Prozent in den USA. Um den Konsum auch durch ausländische Besucher anzukurbeln, soll die Visafreiheit auf weitere Länder ausgedehnt und das Angebot an internationalen Direktflügen ausgebaut werden.