Flughafen-Vorstand Julian Jäger kündigte an, dass die neuen Kontrollsysteme rechtzeitig zum Ferienbeginn vollständig einsatzbereit sein werden. Bereits jetzt seien rund 30 der insgesamt 35 Kontrollstationen umgerüstet worden. Für Passagiere bedeutet das eine deutliche Erleichterung: Elektronische Geräte wie Laptops oder Tablets müssen künftig nicht mehr aus dem Handgepäck genommen werden. Zudem dürfen Reisende bis zu zwei Liter Flüssigkeiten mitführen, ohne diese separat vorzeigen zu müssen.

Kerosin-Versorgung gesichert

Auch bei der Treibstoffversorgung gibt der Flughafen Entwarnung. Nach den Diskussionen rund um mögliche Engpässe in den vergangenen Monaten sei die Situation mittlerweile stabil.

„Es ist mehr als genug Kerosin verfügbar“, erklärte Jäger. Durch die Nähe zur OMV-Raffinerie in Schwechat verfüge der Flughafen über eine besonders günstige Versorgungslage. Die Raffinerie liegt nur wenige Kilometer vom Airport entfernt.

Ausbau von Terminal 3 läuft

Parallel zur technischen Modernisierung wird auch die Infrastruktur des Flughafens erweitert. Die Arbeiten an der Süderweiterung des Terminal 3 laufen derzeit auf Hochtouren.

Insgesamt entstehen rund 70.000 Quadratmeter zusätzliche Fläche. Neben mehr Platz für Passagiere sollen neue Gastronomie- und Einkaufsangebote das Serviceangebot erweitern.

Zu den bereits angekündigten neuen Betrieben zählen unter anderem die bekannten Wiener Namen Figlmüller, Mochi und Café Landtmann. Die Eröffnung der Erweiterung ist für das Jahr 2027 vorgesehen. Weniger zufrieden zeigt sich die Flughafenführung bei den politischen Rahmenbedingungen. Vor allem die österreichische Flugabgabe wird als Wettbewerbsnachteil gesehen.

Nach Angaben des Flughafens haben Billigfluglinien wie Ryanair und Wizz Air ihr Angebot zuletzt reduziert. Jäger fordert daher eine Senkung der Abgabe und argumentiert, dass sich ein solcher Schritt rasch rechnen würde.

Immerhin würden rund 40 Prozent aller Wien-Touristen mit dem Flugzeug anreisen. Eine bessere Wettbewerbsfähigkeit des Flughafens könne daher auch dem Tourismusstandort Österreich zugutekommen. Mit den neuen Sicherheitskontrollen, einer gesicherten Treibstoffversorgung und den laufenden Ausbauprojekten sieht sich der Flughafen Wien für die bevorstehende Reisesaison gut gerüstet.

Für Urlauber bedeutet das vor allem eines: kürzere Wartezeiten, weniger Aufwand bei der Sicherheitskontrolle und ein entspannterer Start in die Ferien.