Mit der Rücknahme der jüngsten Erhöhung der Luftverkehrsteuer wollte die deutsche Bundesregierung die heimische Luftfahrtbranche entlasten. Günstiger wird das Fliegen dennoch größtenteils nicht. Eurowings hatte angekündigt keine Preissenkungen umzusetzen.
Der Grund liegt laut Eurowings in der Gesamtkalkulation der Flugpreise. Airline-Chef Max Kownatzki verweist darauf, dass zahlreiche Kostenbestandteile gleichzeitig gestiegen sind. Neben staatlichen Abgaben und Flughafengebühren spielt insbesondere der Treibstoffpreis eine zentrale Rolle.
Kerosinpreise setzen die Branche unter Druck
Besonders stark spürt die Fluggesellschaft die Entwicklung auf den Energiemärkten. Die gestiegenen Kerosinkosten, infolge der Nahost-Krise, belasten die Bilanz erheblich. Hinzu kommen höhere Entgelte an Flughäfen sowie weitere betriebliche Kostensteigerungen.
Nach Unternehmensangaben summieren sich diese zusätzlichen Belastungen mittlerweile auf einen dreistelligen Millionenbetrag.
Sparprogramme und mögliche Streckenstreichungen
Die Situation ist ernst: Um den steigenden Aufwand zu kompensieren, hat Eurowings mehrere Maßnahmen zur Kostensenkung angestoßen. Dabei werden nicht nur interne Prozesse auf den Prüfstand gestellt.
Auch das europäische Standortnetz könnte Veränderungen erfahren. Derzeit untersucht das Management, ob alle 14 Basen mit stationierten Flugzeugen und Personal langfristig wirtschaftlich betrieben werden können. Parallel dazu wird das Streckennetz analysiert. Verbindungen mit geringer Profitabilität könnten künftig reduziert oder vollständig eingestellt werden.
Trotz der erheblichen Zusatzkosten sieht sich die Airline weiterhin auf Kurs. Das Management hält an seiner Prognose fest und erwartet für das Geschäftsjahr 2026 ein positives Ergebnis.

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