Nach Angaben der Freiheitlichen Wirtschaft sind insbesondere Bäckereien, Fleischereien, Konditoreien, Nahversorger und Lebensmittelhändler betroffen. Sie müssten hunderte Produkte neu zuordnen, Kassensysteme umprogrammieren oder teilweise sogar neue Registrierkassen anschaffen. Dazu kämen Mitarbeiterschulungen sowie die Anpassung von Preislisten und Speisekarten.
Für Unverständnis sorgt aus Sicht der Interessenvertretung vor allem, dass nahezu identische Produkte unterschiedlich besteuert würden. Das schaffe Rechtsunsicherheit und zusätzlichen Verwaltungsaufwand, während die Entlastung für Konsumenten nach Einschätzung der FW kaum spürbar sei.
„Bürokratie-Monster“ statt Entlastung
Gerade jene Unternehmen, die täglich die Lebensmittelversorgung sicherstellen, müssten nun zusätzlichen Aufwand schultern. Deutliche Kritik kommt von Norbert Ranftler, Landesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft Salzburg. Er sieht in der Umsetzung der Mehrwertsteuersenkung ein Beispiel dafür, wie aus einer angekündigten Entlastung neue Belastungen für die Betriebe entstehen. „Wer selbst eine Steuersenkung in ein Bürokratie-Monster verwandelt, beweist, wie weit sich diese Bundesregierung von der wirtschaftlichen Realität entfernt hat. Aus einer versprochenen Entlastung werden neue Kosten, zusätzlicher Verwaltungsaufwand und Rechtsunsicherheit. Unsere Betriebe brauchen keine steuerpolitischen Bastellösungen und keine absurden Detailregelungen, sondern einfache Gesetze, Planungssicherheit und echte Entlastung. Weniger Bürokratie wäre die wirksamste Hilfe für Unternehmer und letztlich auch für die Konsumenten.“

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