Österreichs Gasspeicher sind schlechter gefüllt als noch vor einem Jahr. Vor diesem Hintergrund hat der Nationalrat jetzt reagiert – und die strategische Gasreserve um zwei Jahre verlängert, berichtet das österreichische Wirtschaftsonlinemagazin Selektiv.

Der Rückstand zieht sich durch den ganzen Winter

Im Juni waren Österreichs Gasspeicher zu 50,3 Prozent gefüllt. Ein Jahr zuvor waren es zum selben Zeitpunkt noch 59,5 Prozent. Der Rückstand ist kein Ausreißer: Er zieht sich durch die gesamte Speicherperiode seit Oktober.

Trotz des niedrigeren Füllstands zählt Österreich EU-weit zu den Ländern mit der größten Speicherkapazität.

Reserve bis 2029 verlängert

Der Hauptausschuss des Nationalrats hat die strategische Gasreserve von 20 Terawattstunden mit Zweidrittelmehrheit um zwei Jahre bis April 2029 verlängert. Neben den Regierungsparteien stimmten auch Grüne und FPÖ zu. Die Kosten sind im Doppelbudget 2027/2028 mit 240 Millionen Euro veranschlagt.

Minister gibt sich zuversichtlich

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer spricht von einem zufriedenstellenden Verlauf der Einspeicherung. Bis zum Beginn der Wintersaison rechnet er mit einem Speichervolumen, das dem gesamten Jahresbedarf entspricht. Zum Vergleich: 2024 lag dieser bei 74,4 Terawattstunden.