Ab 1. Juli 2026 wird die Umsatzsteuer auf ausgewählte Lebensmittel von derzeit zehn auf 4,9 Prozent gesenkt. Betroffen sind unter anderem Milch, Joghurt, Butter, Eier, Brot und Gebäck, Reis, Mehl, Teigwaren, frisches Gemüse sowie zahlreiche Obstsorten wie Äpfel, Birnen oder Marillen. Restaurantbesuche und Produkte wie Wurstsemmeln bleiben hingegen von der Maßnahme ausgenommen.
Die Regierung stellt eine spürbare Entlastung für die Haushalte in Aussicht. Bei vollständiger Weitergabe der Steuersenkung würden die Preise der betroffenen Produkte um rund 4,6 Prozent sinken. Allerdings machen diese Lebensmittel nur etwa drei Prozent des Warenkorbs im Verbraucherpreisindex aus.
Ersparnis pro Haushalt
Die tatsächliche Entlastung fällt allerdings deutlich bescheidener aus, als viele Verbraucher wohl erwarten würden. Laut Berechnungen des Budgetdienstes sparen Einpersonenhaushalte durch die Steuersenkung im Durchschnitt lediglich rund 45 Euro pro Jahr. Selbst in Haushalten mit fünf oder mehr Personen beträgt die jährliche Ersparnis durchschnittlich nur etwa 119 Euro. Über alle Haushalte hinweg ergibt sich eine Entlastung von rund 73 Euro pro Jahr – also etwas mehr als sechs Euro pro Monat.
Für den Staat bedeutet die Maßnahme Mindereinnahmen von rund 400 Millionen Euro pro Jahr. Gleichzeitig könnte die Inflation vorübergehend um etwa 0,15 Prozentpunkte gedämpft werden.
Die MwSt.-Ersparnis Gilt für folgende Lebensmittel:
- Milch (inklusive laktosefreier Milch)
- Joghurt
- Butter
- Frische Hühnereier
- Frisches und gekühltes Gemüse
- Tiefkühlgemüse
- Frisches Stein- und Kernobst:
- Äpfel
- Birnen
- Quitten
- Marillen
- Kirschen
- Pfirsiche
- Nektarinen
- Zwetschken/Pflaumen
- Reis
- Weizenmehl und Grieß
- Teigwaren (ungekocht)
- Brot und Gebäck
- Speisesalz

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